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DFB-Pokal : VfB Stuttgart nur mit Mühe weiter

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Nicht zu fassen: Trapattonis VfB tat sich schwer in Hoffenheim Bild: AP

Nach dem Ausscheiden des 1. FC Köln ist der VfB Stuttgart in der ersten Runde des DFB-Pokals nur knapp einer Blamage entgangen. Titelverteidiger Bayern München setzte sich, wie auch die anderen Bundesliga-Klubs, durch.

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          Nach zwei Auftaktsiegen in der Meisterschaft hat es den 1. FC Köln im DFB-Pokal erwischt. Als erster Bundesliga-Verein mußten sich die Rheinländer in der 1. Hauptrunde beim Zweitliga-Klub Kickers Offenbach mit 1:3 geschlagen geben. Mehr Glück hatten die Ligakonkurrenten Hertha BSC und VfB Stuttgart.

          Die Berliner benötigten beim 3:2-Erfolg gegen den Regionalliga-Verein TuS Koblenz ebenso die Verlängerung wie die Stuttgarter beim 4:3-Sieg bei der TSG Hoffenheim. Im Kampf David gegen Goliath verbuchten die Regionalligaklubs FC St. Pauli und Rot-Weiß Erfurt gegen die klassenhöheren Wacker Burghausen und LR Ahlen überraschende Siege.

          „Wir werden einiges aufzuarbeiten haben“

          In der Neuauflage des Pokalendspiels von 1970 setzten sich auch diesmal die Offenbacher gegen den 1. FC Köln durch. „Wir werden einiges aufzuarbeiten haben“, kündigte FC-Coach Uwe Rapolder nach der Niederlage an. Knackpunkt für die Rheinländer war der Platzverweis für Andrew Sinkala, der schon in der vergangenen Woche eine Gelb-Rote Karte sah. Ein Eigentor zum 1:3 durch Christian Rahn besiegelte das Pokal-Aus.

          Schöne Kulisse: Mehr als 30.000 kamen ins Berliner Olympiastadion

          Keine Überraschung gelang dem Oberliga-Verein MSV Neuruppin, der gegen Bayern München standesgemäß mit 0:4 verlor. Für den Titelverteidiger trafen Mehmet Scholl (2) sowie Valerien Ismael und Andreas Ottl. Mehr Mühe hatte Ligakonkurrent Hertha BSC beim TuS Koblenz. Ein Treffer von Nico Kovac in der Verlängerung sicherte Berlin den 3:2-Erfolg. Erst eine Standpauke von Manager Dieter Hoeneß, der vor allem den Brasilianer Marcelinho kritisierte, weckte die Berliner Profis. Und die Stuttgarter bewahrten Neuzugang Mario Carevic und der Brasilianer Cacau mit ihren Toren in der Verlängerung vor einer Pokal-Blamage gegen den Drittliga-Verein Hoffenheim. Ein teuer erkaufter Sieg, denn VfB-Stürmer Marco Steller erlitt wohl einen Innenbandriß im Knie.

          Nordklubs ohne große Schwierigkeiten

          Ohne große Schwierigkeiten nahmen die beiden Nordklubs Werder Bremen und Hamburger SV ihre Pokalhürden vor den internationalen Aufgaben in dieser Woche. Die Werderaner setzen sich beim Regionalliga-Verein SG Wattenscheid 09 mit 3:1 durch, erzielten ihre drei Treffer durch Ivan Klasnic, Daniel Jensen und Aaron Hunt aber erst in der letzten halben Stunde.

          Zum 5:1-Sieg des HSV bei den Stuttgarter Kickers steuerte Sergej Barbarez zwei Treffer bei. „Ich bin froh, daß alle gesund vom Platz gekommen sind“, sagte Trainer Thomas Doll vor dem Finalrückspiel im UI-Cup beim FC Valencia. Dank ihrer neuen Stürmer kamen Bayer Leverkusen und der FC Schalke 04 zu deutlichen Siegen. Danko Lazovic gelang beim 8:0-Erfolg von Bayer bei Rot-Weiß Erfurt II sogar ein Hattrick, Schalkes Neuzugang Sören Larsen erzielte zwei Treffer beim 3:0-Sieg gegen den fünftklassigen FC Bremerhaven. „Das war ein wichtiger Schritt in Richtung Pokalfinale“, sagte Schalkes Torhüter Frank Rost.

          Basler attackiert Schiedsrichter heftig

          Auch der VfL Wolfsburg profitierte beim 2:0-Erfolg in Paderborn von den Treffern der Stürmer Mike Hanke und Diego Klimowicz. Im Schongang setzte sich der 1. FC Kaiserslautern mit 3:0 bei Eintracht Trier durch. Marcelo Pletsch, Carsten Jancker und Ferydoon Zandi erzielten die Treffer. Mühelos zog auch der 1. FC Nürnberg mit 4:0 in die nächste Runde ein. Gegen den Regionalliga-Aufsteiger 1. FC Eschborn trafen schon vor der Pause Marek Mintal, Ivica Banovic, Jawhar Mnari und Javier Pinola.

          Trainer Mario Basler vom SSV Jahn Regensburg hat nach dem 1:3 gegen Alemannia Aachen Schiedsrichter Markus Schmidt heftig attackiert und muß wohl mit einer Bestrafung durch den DFB rechnen. „Diesen Schiedsrichter sollte man sofort aus dem Verkehr ziehen“, sagte der frühere Nationalspieler und kündigte an, daß er eine Strafe des Verbandes nicht akzeptieren werde. „Dagegen werde ich juristisch vorgehen“, sagte Basler. Schmidt mußte nach einigen umstrittenen Entscheidungen unter Polizeischutz das Stadion verlassen.

          Für positive Schlagzeilen sorgte hingegen der Hamburger Kultclub FC St. Pauli. Der Regionalligist setzte sich gegen den Zweitligisten Wacker Burghausen in einem heißen Pokalmatch 3:2 nach Verlängerung durch. „Nun möchten wir ein Top-Los, am liebsten wäre uns ein Bundesligist am Millerntor“, meinte Trainer Andreas Bergmann.

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