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DFB-Pokal : Köln und Augsburg mit Schwung ins Viertelfinale

  • Aktualisiert am

Schon Karneval? Torschütze Youssef Mohamad hebt die Hände jedenfalls schon mal gen Himmel Bild: dpa

Der 1. FC Köln hat dem Viertligisten Eintracht Trier eine weitere Pokal-Party verdorben und nach dem lockeren 3:0-Auswärtssieg erstmals seit sieben Jahren wieder die Runde der letzten Acht erreicht. Der FC Augsburg schlug den Ligakonkurrenten Duisburg gar mit 5:0.

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          Der 1. FC Köln hat dem Viertligisten Eintracht Trier eine weitere Pokal-Party verdorben und nach dem lockeren 3:0 (2:0)- Auswärtssieg erstmals seit sieben Jahren wieder die Runde der letzten Acht erreicht. Innerhalb von vier Minuten stießen Milivoje Novakovic (25. Minute) und Youssef Mohamad (29.) das Tor zum Viertelfinale schon vor der Pause auf, der überragende Maniche krönte sein Rückkehr in die Mannschaft mit dem 3:0 (52.). Unterdessen feiert der FC Augsburg mit dem 5:0 gegen den MSV Duisburg und dem Erreichen der Runde der letzten Acht den größten Pokalerfolg in seiner Vereinsgeschichte.

          Für Trier, den Tabellen-Zwölften der Regionalliga West und Trainer Mario Basler wird der Druck nach dem Absturz in der Liga und dem Pokal-Aus nun immer größer. Die 10.800 Zuschauer im Moselstadion, das in sieben Stunden ausverkauft war, hatten nach den Eintracht-Coups gegen Hannover 96 und Arminia Bielefeld auf die dritte Pokal-Überraschung gehofft, nach der fünften Pflichtspiel-Niederlage und schon 395 Minuten ohne Tor war die Enttäuschung dann aber groß.

          Die Kölner waren von Trainer Zvonimir Soldo so offensiv auf- und eingestellt worden wie noch nie in dieser Saison: Hinter der Doppelspitze Milivoje Novakovic und Manasseh Ishiaku hatten auch Lukas Podolski und Sebastian Freis zumeist den Vorwärtsgang eingelegt. Novakovic musste nach Vorlage von Maniche nur noch den rechten Fuß hinhalten, beim 2:0 legte Novakovic nach Eckball von Podolski, der in der 51. Minute den Pfosten traf, per Kopfball für den freistehenden Mohamad auf. Der Schuss von Maniche, der nach drei Spielen Rot-Sperre wieder im Team stand, wurde unglücklich für den chancenlosen Eintracht-Keeper Kenneth Kronholm abgefälscht.

          Der Abgang der Legionäre: Mario Basler und die Trierer Eintracht hatten keine Chance gegen den 1. FC Köln

          Mit dem Doppelschlag hatte der viermalige Pokalsieger Köln dem Außenseiter früh den Schneid abgekauft. Die Eintracht-Doppelspitze mit Sahr Senesie („Ich hoffe, wir fliegen aus dem DFB-Pokal, damit nichts übertüncht wird“) und Wilko Risser konnte sich nur sporadisch in Szene setzen. Mit zwei Einwechslungen bereits nach 36 Minuten wollte Basler die Offensive stärken, doch Zählbares brachte auch diese taktische Notvariante nicht. Der Kölner Geromel rettete Sekunden vor dem Pausenpfiff in höchster Not vor dem heranstürmenden Risser, Senesie scheiterte nur knapp (69.).

          In der zweiten Hälfte knickt der MSV ein

          Der FC Augsburg gewann das Zweitliga-Duell mit dem MSV Duisburg hochverdient mit 5:0 (1:0) und stürmte erstmals ins Viertelfinale. Nach Augsburgs Führung durch ein Eigentor von MSV-Stürmer Sören Larsen (45.+1. Minute) machten Torjäger Michael Thurk (47.), Uwe Möhrle (55.), Sandor Torghelle (74.) und Marcel Ndjeng (76.) vor 12.203 Zuschauern den Sieg gegen den völlig überforderten MSV perfekt.

          Die gegenüber dem 3:1-Sieg am vorigen Freitag in Ahlen auf vier Positionen veränderte Mannschaft gab von Spielbeginn an Vollgas, erspielte sich schon in der ersten Halbzeit Großchancen, hatte aber zunächst Defizite im Abschluss. Duisburg hielt dem Dauerdruck der Schwaben nur mit Mühe stand und geriet durch ein unglückliches Eigentor von Larsen in Rückstand. Nach einem Pfosten-Kopfball von FCA-Stürmer Torghelle sprang der Ball vom Körper des Dänen zum Entsetzen von Trainer Peter Neururer ins MSV-Tor.

          Vorausgegangen war ein Freistoß von Ndjeng, neben Ibrahima Traoré Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel der Augsburger, die sofort nach der Pause nachlegten. Thurk, mit zehn Treffern Top- Torjäger der 2. Liga, ließ MSV-Keeper Tom Starke mit einem satten Flachschuss keine Chance - und Duisburgs Unheil nahm seinen Lauf. Der Brasilianer Caiuby (51.) sah nach einem bösen Foul an Stefan Buck Rot, dann besiegelten FCA-Kapitän Möhrle, Torghelle und Ndjeng das Fiasko der Duisburger, die zum sechsten Mal in Folge das Viertelfinale verpassten.

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