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DFB-Pokal : Harmloses Team, gefährliche Fans

  • Aktualisiert am

Verbotenes Feuerwerk: Pyrotechnik auf der Tribüne Bild: dpa

Die Dresdner Spieler bringen den deutschen Meister nicht in Bedrängnis: Borussia Dortmund gewinnt das Pokalspiel mühelos 2:0. Das Verhalten einiger Fans bereitet Probleme.

          2 Min.

          Borussia Dortmund ist ohne viel Aufwand ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Dem Zweitligavertreter Dynamo Dresden blieb am Dienstagabend beim 0:2 (0:1) nur die Rolle des Zuschauers, als der deutsche Meister seine Überlegenheit demonstrierte. Robert Lewandoski (30. Minute) mit seinem dritten Treffer im diesjährigen Wettbewerb und Jung-Nationalspieler Mario Götze (65.) schossen die Dortmunder in die Runde der besten 16.

          Die Gäste aus Dresden, die in der ersten Runde gegen Bayer Leverkusen noch ein 0:3 in einen spektakulären 4:3-Sieg gedreht hatten, konnten den Rückstand trotz aller Bemühungen nicht mehr aufholen. Für Dynamo-Trainer Ralf Loose endete der Ausflug in seine Heimatstadt mit einer Enttäuschung.

          Laser und Feuerwerkskörper störten das Spiel

          Das Verhalten einiger Fans sorgte für Ärger. Die Partie vor 73.100 Zuschauern im Signal Iduna Park musste mit 15 Minuten Verspätung angepfiffen werden. Zudem musste Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) das Spiel dreimal unterbrechen, weil Dresdner Fans Götze mit einem Laser störten (23.) und Feuerwerkskörper abbrannten (48. und 79. Minute).

          Schon vor dem Spiel war es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen einigen der rund 10.000 angereisten Dresdener Fans und der Polizei gekommen. Die Beamten wurden dabei unter anderem mit Steinen und Flaschen beworfen und setzten ihrerseits Tränengas ein. Es gab zwei Festnahmen. Die Busse beider Teams konnten daher erst verspätet am Stadion vorfahren.

          Auf dem Spielfeld domierten die Dortmunder, auch wenn zunächst die zwingenden Torchancen fehlten. Für BVB-Schlussmann Mitchell Langerak wurde es nur einmal gefährlich. Der Australier durfte erstmals in dieser Saison zwischen die Pfosten, weil Trainer Jürgen Klopp seinem Stammtorwart Roman Weidenfeller eine Pause gönnte. In der 7. Minute hatte Langerak keine Mühe gegen den Schuss aus spitzem Winkel von Mickael Poté.

          Das einzige Feuerwerk, das die Gäste abfeuerten, war die Pyrotechnik auf den Tribünen. Sportlich war die Sache schnell klar. Drei Tage nach der 5:0-Gala gegen den 1. FC Köln in der Bundesliga präsentierte der deutsche Meister im Pokal diesmal mehr effiziente Routinearbeit als technische Brillanz.

          Schwarz-Gelb gegen Schwarz-Gelb: nicht alle blieben im Rahmen

          Nach einer halben Stunde stieg Lewandowski nach einer Ecke von Jung-Nationalspieler Mario Götze am höchsten und köpfte den Ball unhaltbar für Dynamo-Keeper Wolfgang Hesl ins Tor. Nach dem Wechsel drängten die Dortmunder auf die Entscheidung und das zweite Tor. Lukasz Piszczek scheiterteaber ebenso an Hesl (54.) wie drei Minuten später Götze mit einem Flachschuss aus 22 Metern nach einem schönen Sololauf. Mit seinem Tor zum 2:0 beseitigte Götze wenig später die wenigen Restzweifel.

          Borussia Dortmund - Dynamo Dresden 2:0 (1:0)

          Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen)
          Zuschauer: 73 100
          Tore: 1:0 Lewandowski (30.), 2:0 Götze (65.)
          Gelbe Karten: Subotic / Fiel, Gueye

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