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2:0-Sieg „auf“ Schalke : Gladbacher Siegesserie hält auch im Pokal

  • -Aktualisiert am

Xhaka und die Gladbacher sind derzeit national nicht zu stoppen. Bild: dpa

Was hat Interimstrainer Schubert nur mit Gladbach gemacht? Auch das brisante DFB-Pokal-Spiel „auf“ Schalke gewinnt die Borussia. Ungetrübt ist die Freude ob eines weiteren schwer verletzten Spielers aber nicht.

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          Schon einmal, vor knapp fünf Jahrzehnten waren Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach binnen weniger Tage zweimal aufeinander getroffen, erst in der Fußball-Bundesliga, dann im DFB-Pokal. Im Januar 1967 hatte Gladbach das Meisterschaftsspiel 11:0 gewonnen, eine Woche später aber im Pokal „auf“ Schalke – in derselben Aufstellung – verloren.

          In der zweiten Runde des aktuellen Pokal-Wettbewerbs hat sich die Geschichte nicht wiederholt. Diesmal ließen die Borussen dem Heimsieg in der Liga ein 2:0 in Gelsenkirchen folgen. Dank der Tore von Lars Stindl (42. Minute) und Thorgan Hazard (53.), der vom Elfmeterpunkt traf, setzte sich die Erfolgsserie des Gladbacher Übergangstrainers Andre Schubert auch im Pokal fort.

          Seit dem Rücktritt Lucien Favres haben die Borussen alle fünf Ligaspiele gewonnen, nur gegen die europäischen Spitzenklubs Manchester City und Juventus Turin sind sie nicht als Sieger vom Platz gegangen. Bei Schalke indes deuten sich trübe Wochen an; die Mannschaft zeigte zuletzt in allen drei Wettbewerben schwächere Leistungen.

          Schalke wollte sich unbedingt für die jüngste Niederlage revanchieren, auch ohne Johannes Geis, der im Borussia-Park wegen eines brutalen Fouls an Andre Hahn die Rote Karte gesehen hatte. Der Mittelfeldspieler wurde einen Tag später mit einer Sperre von fünf Spielen belegt, die auch für den Pokal-Wettbewerb gilt, was die Schalker ohne Einspruch akzeptierten, weil die Emotionen vermutlich (zu) hoch gekocht wären, wenn Geis am Mittwochabend schon wieder mit von der Partie gewesen wäre.

          Zweite Niederlage in vier Tagen gegen Gladbach: Schalkes Huntelaar. Bilderstrecke

          Die offene Stelle übernahm Sead Kolisinac, ein eher rustikaler Typ Mittelfeldspieler. Außerdem musste Trainer Andre Breitenreiter auf Ralf Fährmann verzichten, den ein Infekt kurzfristig außer Gefecht gesetzt hatte; er wurde von dem Debütanten Michael Gspurning ersetzt.

          Aber auch Gladbach musste im Vergleich zum jüngsten Duell beider Mannschaften Ausfälle verkraften. Neben Hahn fehlte auch der erkrankte Offensivspieler Raffael, der zuletzt einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hatte. Für ihn kam Josip Drmic im Sturmzentrum zum Zuge, der in der Bundesliga länger nicht zum Einsatz gekommen war.

          Trotz einiger Ausfälle und Umstellungen nahm die Partie früh Fahrt auf, was vor allem den Schalkern zu verdanken war. Bei allem Schwung blieben Chancen zunächst aber selten. Nach etwa einer halben Stunde schien der Führungstreffer für Schalke in der Luft zu liegen. Doch den Angriffen der Königsblauen fehlte der krönende Abschluss. Der zuletzt angeschlagene Torjäger Klaas-Jan Huntelaar, der Jungstar Leroy Sane aus der Startelf verdrängt hatte, scheiterte trotz freier Schussbahn an Torhüter Yann Sommer und traf kurz darauf mit einem Kopfball den Pfosten. Auch Franco Di Santo, der zweite Stürmer des FC Schalke, scheiterte am famos haltenden Sommer.

          Während die Königsblauen sich also auf dem richtigen Weg wähnten, ging der Schuss dann plötzlich nach hinten los. Joel Matip unterlief im Mittelfeld ein folgenschwerer Fehler. Der technisch versierte Innenverteidiger rutschte weg und verstolperte deshalb den Ball. Lars Stindl schaltete sofort, bemächtigte sich der Kugel, strebte entschlossen nach vorn und schoss sein bis dahin harmloses Team in Führung.

          Was für ein Schock für Schalke. Und es kam alsbald noch schlimmer für die Westfalen. Die zweite Hälfe begann so ähnlich, wie die erste aufgehört hatte – mit einem überraschenden Rückschlag für Schalke. Als Stindl sich den Ball im Strafraum vorlegte, warf sich Fährmanns Vertreter Gspurning dem Angreifer entgegen und brachte ihn dabei zu Fall – Schiedsrichter Tobias Stieler zeigte auf den Elfmeterpunkt. Hazard ließ sich diese Chance nicht entgehen und baute den schmeichelhaften Vorsprung aus. Zwei Minuten später verpasste Traore die Chance, bei einem Alleingang frühzeitig alles klar zu machen, doch sein Schuss verfehlte das Ziel um Zentimeter.

          Der Verzweiflung nahe versuchten die Schalker, eine Wende herbeizuführen. Trainer Andre Breitenreiter reagierte mit einem offensiven Wechsel. Verteidiger Sascha Riether musste Platz machen für Sane, eine weitere Offensivkraft. Doch die Vorstöße der Gelsenkirchener verliefen zu hektisch, zu harmlos, als dass sie ernsthafte Gefahr für Gladbach hätten erzeugen können. In der Schlussphase hatten die widerstandsfähigen Borussen keine allzu große Mühe mehr, den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten. Es bot sich sogar Platz zum Kontern, also die Gelegenheit, sich Entlastung zu verschaffen. Am Ende feierten die Gladbacher Fans feierten den Sieg und widmeten ihn lautstark dem verletzten Andre Hahn. Doch ungetrübt war die Freude nicht: Verteidiger Tony Jantschke zog sich eine schwere Schulterverletzung zu. „Tony wird wohl monatelang ausfallen“, sagte Borussia-Manager Max Eberl. Eine genaue Diagnose der Verletzung wird erst eine ärztliche Untersuchung ergeben.

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