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DFB-Pokal : Dresden schockt Hamburg – Bielefeld blamiert sich in Essen

  • Aktualisiert am

Eine Runde weiter: Souveräner Sieg für Dresden. Bild: Picture-Alliance

Bundesliga-Aufsteiger Bielefeld scheitert an Essen. Dynamo Dresden sorgt vor heimischer Kulisse für eine weitere handfeste Überraschung.

          3 Min.

          Der Hamburger SV hat seinem neuen Trainer Daniel Thioune das Pflichtspiel-Debüt gründlich vermiest. Der Zweitligaverein unterlag am Montag bei Dynamo Dresden in der 1. Runde um den DFB-Pokal mit 1:4 (0:2). Yannick Stark hatte den Drittligisten bereits nach drei Minuten in Führung gebracht, die Robin Becker (16.) zum Jubel der 10 053 Zuschauer im Rudolf Harbig-Stadion früh ausbaute. Nach dem Wechsel traf Christoph Daferner (53.) zur Vorentscheidung. Amadou Onana gelang eine Minute vor dem Ende der HSV-Ehrentreffer, ehe Sebasian Mai (90.+5) mit dem Schlusspfiff den Endstand markierte.

          DFB-Pokal

          Der HSV fand nur schwer ins Spiel und musste nach Fehlern in der Abwehr zwei schnelle Gegentore einstecken. Es waren die ersten Torannäherungen der Sachsen. Im Aufbau wirkten die Hanseaten zu pomadig und langsam. Erst nach einer halben Stunde wurde der HSV etwas gefährlicher. Wirklich klare Chancen waren aber auch nach der Pause selten, stattdessen traf Dynamo mit einem satten Fernschuss und beruhigte damit das eigene Spiel. Danach zog sich der Gastgeber zurück und lauerte auf Konter, der ideenlose HSV konnte mit der optischen Überlegenheit nichts anfangen.

          Getrübte Freude bei Bielefeld

          Die Vorfreude bei Arminia Bielefeld auf das erste Bundesligaspiel nach 4137 Tagen ist empfindlich getrübt worden. Der Zweitligameister unterlag in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Viertligaverein Rot-Weiss Essen mit 0:1 (0:1) und ist als zweiter Vertreter aus dem Oberhaus nach Hertha BSC an der Auftakthürde gescheitert.

          Simon Engelmann (33.) schoss den Niederrheinpokalsieger zum ersten Mal seit neun Jahren in die zweite Runde, die am 22./23. Dezember ausgespielt wird. Bielefeld kann sich bereits vor dem langersehnten Bundesligaauftakt am kommenden Samstag bei Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) ganz auf das Projekt Klassenerhalt konzentrieren. Hierzu müssen die Ostwestfalen deutlich zulegen: Beim Underdog war das Team um Kapitän Fabian Klos offensiv lange harmlos und defensiv anfällig.

          „Ich werde die Mannschaft in die Pflicht nehmen“, hatte Arminia-Coach Uwe Neuhaus vor der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte angekündigt: „Es gibt keine lustlose oder überhebliche Vorstellung. Wir müssen uns kämpferisch und läuferisch mindestens auf dem Level von RWE bewegen.“

          Der 60-Jährige wurde vor allem in den ersten 45 Minuten bitter enttäuscht. Vor 300 Zuschauern, darunter dem früheren Essen-Profi Otto Rehhagel, war rein gar nichts vom Klassenunterschied zu sehen. Vielmehr gelang es den Gastgebern, den Bundesligarekordaufsteiger (achtmal) schon mit Fußball-Einmaleins vor Rätsel zu stellen.

          Essen defensiv stabil

          Essen stand defensiv stabil, setzte auf körperliches Spiel und hohe Bälle. Bereits in der 3. Minute war Keeper Stefan Ortega beim Schuss des früheren U21-Europameisters Dennis Grote gefordert. Nach der anschließenden Ecke köpfte Alexander Hahn nur knapp über das Tor.

          In der Folge presste Bielefeld besser, kam aber kaum mal gefährlich vor das Tor des tief gefallenen Pokalsiegers von 1953. Auf der Gegenseite zeigte Essen, wie es geht: Zwei schnelle und saubere Pässe, an deren Ende Mittelstürmer Engelmann eiskalt zuschlug. Bielefelds Neuzugang Jacob Laursen sah dabei ganz schlecht aus.

          Sorgen für eine große Überraschung: Essen besiegt Bundesliga-Aufsteiger Bielefeld.
          Sorgen für eine große Überraschung: Essen besiegt Bundesliga-Aufsteiger Bielefeld. : Bild: Picture-Alliance

          Nach der Pause stellte Neuhaus von 4-3-3 auf 4-2-2 um, Augsburg-Leihgabe Sergio Cordova unterstützte nun Klos im Sturmzentrum. Die Aktionen der Bielefeld wurden zwingender, in der 67. Minute stand beim Freistoß von Marcel Hartel nur noch der Pfosten im Weg.

          Bei immer noch mehr als 25 Grad ging es in der Schlussphase nur noch über den Kampf. Bielefeld versuchte aus fast allen Lagen sein Glück, Essen warf alles in die Verteidigung seines Tores.

          Hannover besiegt Würzburg

          Hannover 96 hat das Zweitliga-Duell gegen die Würzburger Kickers in der ersten Runde des DFB-Pokals für sich entschieden. Die Niedersachsen setzten sich beim Aufsteiger mit 3:2 (1:0) vor Geisterkulisse durch.

          Hendrik Weydandt (23.), Dominik Kaiser (59.) und Timo Hübers (78.) verhinderten mit ihren Treffern ein frühes Aus wie in der vergangenen Saison. Damals unterlag Hannover in der ersten Pokalrunde beim Karlsruher SC (0:2), den die Mannschaft von Trainer Kenan Kocak am Samstag zum Ligaauftakt empfängt. Die Treffer von Würzburgs Arne Feick (89.) und Robert Herrmann (90.+5/Foulelfmeter) änderten nichts mehr.

          Hannover kann das Zweiliga-Duell für sich entscheiden.
          Hannover kann das Zweiliga-Duell für sich entscheiden. : Bild: dpa

          Beide Mannschaften spielten sich zunächst nur wenige Torchancen heraus, Weydandt nutzte die erste echte Möglichkeit effektiv und traf aus kurzer Distanz nach einem langen Ball von Niklas Hult. Hannover ließ in der Folge nicht nach und bereitete der Würzburger Abwehr immer wieder Probleme. Marvin Ducksch legte für Kaiser im Strafraum quer, der die Führung ausbaute. Hübers sorgte für die Entscheidung.

          In der Liga treffen die beiden Teams am 22. November das erste Mal aufeinander, dann ist Hannover abermals in Würzburg zu Gast.

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