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5:0 in Köln : Kein Problem für die Bayern

  • Aktualisiert am

Freude bei den Bayern über den Einzug in Runde zwei. Bild: dpa

Viktoria Köln hat zu Beginn zwar einige Chancen, aber Tore erzielen an diesem Pokalabend nur die Bayern. Während sich bei den Münchnern die zweite Garde auszeichnet, macht ein Kölner auf sich aufmerksam.

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          Fünf Tore und zwei Gewinner aus der zweiten Reihe: Angeführt von den jungen Neuzugängen Ryan Gravenberch und Mathys Tel ist Rekordsieger FC Bayern souverän und standesgemäß in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen.

          DFB-Pokal

          Der 20 Jahre alte Niederländer (38.) und der drei Jahre jüngere Franzose (45.+1) brachten die Bayern beim 5:0 (2:0) beim Drittligaklub Viktoria Köln mit ihren Toren vor der Pause nicht nur klar in Führung – sie zeigten mit viel Tempo, Spielfreude und Technik auch die Stärke der neuaufgestellten Auswechselbank der Bayern.

          „Ich bin kein großer Freund der ersten DFB-Pokal-Runde, weil du als Favorit eigentlich nur verlieren kannst“, sagte Trainer Julian Nagelsmann in der ARD. „Ich finde, dass Viktoria das gut gemacht hat. Aber insgesamt haben wir eine gute Kontrolle gehabt.“

          Ausverkaufte Arena

          Die Viktoria hielt gegen die von Trainer Julian Nagelsmann auf sieben Positionen veränderten Bayern eine halbe Stunde gut mit, musste nach der Pause aber zunächst noch Treffer durch Sadio Mané (53.) und den vier Minuten zuvor eingewechselten Jamal Musiala (67.) hinnehmen. Erfreulich für die Bayern war dann die mehr als 20 Minuten andauernde Rückkehr von Nationalspieler Leon Goretzka nach wochenlanger Knieverletzung – in der Schlussphase traf der 27-Jährige auch noch (82.).

          Die Kölner waren aus dem altehrwürdigen Sportpark Höhenberg in die große Arena des Bundesligaklubs 1. FC Köln gezogen – finanziell lohnte sich das. Das Stadion war mit 50.000 Zuschauern ausverkauft, zudem überließen die Münchner dem Underdog die Hälfte ihrer Einnahmen, was insgesamt einen sechsstelligen Betrag bedeuten dürfte.

          Am Ende hat es nicht gereicht: Die Spieler der Kölner Viktoria nach einem Gegentreffer.
          Am Ende hat es nicht gereicht: Die Spieler der Kölner Viktoria nach einem Gegentreffer. : Bild: EPA

          Allerdings hatten die Münchner schon auf den Rängen die Oberhand. Rund ums Stadion waren vor der Partie fast nur Bayern-Trikots zu sehen, zahlreiche Fans aus dem Kölner Umland nutzen die Chance, ihr Team einmal live sehen zu können. Die Bayern bekamen sogar die Südkurve, die etatmäßige Fankurve des FC, überlassen.

          Tapfere Verteidigung

          Nachdem Nagelsmann bereits die ersten Startelfeinsätze von Gravenberch, Tel, Noussair Mazraoui und Josip Stanisic angekündigt hatte, stellte der Trainer auch Ersatztorhüter Sven Ulreich ins Tor. „Für heute ist er Pokaltorwart“, sagte Nagelsmann bei „Sky“. Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer habe damit „kein Problem, auch wenn er sehr ehrgeizig ist und immer spielen will“.

          Die Viktoria verteidigte zunächst tapfer und zog die neutralen Zuschauer immer mehr auf ihre Seite. Erst recht, als der Außenseiter vermeintlich in Führung ging – doch Schütze Simon Handle hatte klar im Abseits gestanden (20.). Auf der Gegenseite wurde Kölns Keeper Ben Voll nun warm geschossen, er parierte mehrfach hervorragend, unter anderem zweimal gegen Joshua Kimmich (29./34.).

          Dann wurde er doch noch zweimal überwunden. Dass es die knappste Halbzeitführung der Bayern im vierten Auswärtsspiel der Saison war (zuvor 3:0 in Leipzig, 5:0 in Frankfurt und 4:0 in Bochum), war nun ein schwacher Trost. Spätestens nach dem schnellen 0:3 nach der Pause ging es auch für die Viktoria nur noch um Schadensbegrenzung. Und Voll hielt weiter großartig gegen Tel (63.) oder Musiala (64.). Dennoch war die Partie zu diesem Zeitpunkt längst entschieden, Goretzka bejubelte seinen Treffer bei der Rückkehr gemeinsam mit Nationalmannschaftskollege Serge Gnabry.

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