https://www.faz.net/-gtl-8bcj4

3:1 in Unterhaching : Leverkusen überwindet sein Trauma

  • Aktualisiert am

Leverkusen überwindet sein Trauma: 3:1 in Unterhaching gewonnen Bild: Reuters

Diesmal ist die SpVgg Unterhaching kein Stolperstein für Bayer Leverkusen. Doch der Favorit gerät in Rückstand und hat einige Mühe, um ins Viertelfinale des DFB-Pokals einzuziehen.

          2 Min.

          Mit einem glanzlosen Arbeitssieg in Unterhaching hat Bayer Leverkusen das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht und die letzte verbliebene Amateurmannschaft aus dem Wettbewerb geworfen. Beim 3:1 (1:1) am Dienstagabend verhinderten Javier Hernandez (31. Minute), Stefan Kießling (55.) und Karim Bellarabi (83.) die zweite historische Blamage der Werkself vor der Toren Münchens - im Mai 2000 hatte Bayer am letzten Bundesliga-Spieltag an selber Stelle noch verloren und die Meisterschaft verspielt.

          Gut fünfzehneinhalb Jahre später träumte die inzwischen bis in die Regionalliga abgestiegene SpVgg aus dem Münchner Süden nach Maximilian Bauers Tor (27.) nur kurz vom nächsten Coup. Die Leverkusener waren vor 12.500 Zuschauern lange überlegen, ließen aber beste Tormöglichkeiten aus und mussten sich zur Pause gar mit einem Remis begnügen.

          Teils fehlte die Konsequenz im Abschluss, teils agierten Kießling & Co. zu fahrlässig, und teils war einfach kein Vorbeikommen an Stefan Marinovic. Der Hachinger Torwart hielt seine Mannschaft mit starken Paraden im Spiel, auch wenn aus dem erhofften Viertelfinal-Einzug letztlich nichts wurde. Später sah Ulrich Taffertshofer (79.) nach einem rüden Foul Gelb-Rot.

          Nach vorne suchten die Oberbayern fast ausschließlich über Konter ihr Glück. In den seltensten Fällen schafften es die Regionalligakicker mal vor das Bayer-Tor - doch gleich eine der ersten Chancen saß. Einen Versuch von Thomas Steinherr wehrte Bernd Leno nach vorn ab, der mitgelaufene Außenverteidiger Bauer kam an den Ball und traf zum 1:0.

          Kopfschüttelnd drehten die Leverkusener Erstligakicker ab, im Regionalligastadion dagegen herrschte beste Stimmung. Zumal die Gäste zu diesem Zeitpunkt längst deutlich hätten führen müssen. Nach fünf Minuten scheiterte Admir Mehmedi erstmals an Marinovic, der den Ball mit einem starken Reflex über die Latte lenkte. Vier Minuten später stand Kießling ganz allein vor dem Bayer-Kasten - und jagte die Kugel unbedrängt drüber. Nach einer knappen Viertelstunde blieb Marinovic Sieger gegen Hernandez.

          Immerhin der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Unmittelbar nach dem Rückstand demonstrierten die Bundesliga-Stars einmal ihre Kaltschnäuzigkeit, die sie zuletzt in der Bundesliga bereits zu einem klaren 5:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach gebracht hatte. Über Christoph Kramer und Bellarabi landete der Ball bei Kießling, der diesmal die Übersicht behielt, Hernandez bediente und Sekundenbruchteile später mit dem Mexikaner das 1:1 bejubeln konnte.

          Im Anschluss lief's dann ganz nach Bayer-Plan. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff nahm Kießling einen Steilpass des eingewechselten Marlon Frey frei auf, lief in den Strafraum und schob in die kurze Ecke ein. Marinovic sah dieses eine Mal nicht gut aus. Seine Vorderleute probierten in der Endphase noch mal alles, drückten die Leverkusener hinten rein - hatten aber keinen Erfolg. Stattdessen entschied Bellarabi die Partie mit einem satten Rechtsschuss.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Künstliche Intelligenz : Nach dem Hype

          Mit unserem Gehirn können es Computer noch lange nicht aufnehmen. Dennoch ist klar: Künstliche Intelligenz wird in immer mehr Bereichen den Menschen überflügeln – es geht um Geld, Macht und Kontrolle.

          Neue Stadtteile : Deutschland baut XXL

          In den Metropolen fehlen zehntausende Wohnungen. Gegen den Mangel soll Neubau helfen, überall entstehen neue Stadtteile. Wir stellen die größten Projekte vor.
          Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

          Rüsten für zweite Corona-Welle : Das nächste Mal ohne Schlagbäume

          Deutsche und französische Parlamentarier befragen gemeinsam ihre Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Olivier Véran (LREM). Neue Exportbeschränkungen wollen sie meiden. In anderen Punkten liegen sie auseinander.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.