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DFB-Pokal : Alle durch - außer Stuttgart

  • Aktualisiert am

Sieg in Walldorf: Hannover 96 und Christian Schulz sind im Pokal weiter Bild: dpa

Der Pokal-Samstag verläuft eher langweilig. Außer dem VfB Stuttgart gibt sich kein Favorit eine Blöße. Am knappsten macht es der 1. FC Kaiserslautern in Wiesbaden.

          3 Min.

          Mit einer großen Portion Glück hat der 1. FC Kaiserslautern die erste Hauptrunde im DFB-Pokal überstanden. Der Halbfinalist der Vorsaison setzte sich am Samstag beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden erst im Elfmeterschießen mit 5:3 durch. Nach 120 Minuten waren keine Treffer gefallen. Held des Tages war vor 9496 Zuschauern, davon gut die Hälfte aus der Pfalz, Torhüter Tobias Sippel, der einen Strafstoß von Sebastian Mrowca abwehrte.

          Wehen Wiesbaden lieferte eine kämpferisch starke Leistung und schied unglücklich aus. Bei den Hessen feierte der frühere Lauterer Florian Fromlowitz seine Premiere zwischen den Pfosten. Beide Abwehrreihen dominierten die umkämpfte Partie. Die beste Chance zur Führung für den Favoriten hatte Philipp Hofmann, der eine Hereingabe von Chris Löwe knapp neben das Tor setzte (42.). Nach dem Wechsel erhöhte Kaiserslautern den Druck. Wieder war es Hofmann, der frei vor Fromlowitz scheiterte (51.). Der mangelhafte Umgang mit den wenigen guten Möglichkeiten rächte sich fast, als Sebastian Mrowca Sippel zu einer Glanzparade zwang (72.). Wenig später vergab Luca Schnellbacher für Wehen Wiesbaden die letzte Chance in der regulären Spielzeit.

          Weniger überzeugend fiel der 2:0-Sieg von Eintracht Frankfurt beim Regionalligisten Viktoria 89 Berlin aus. Trotz des frühen Treffers durch den Schweizer Neuzugang Haris Seferovic (16.) tat sich die Mannschaft von Neu-Coach Thomas Schaaf schwer. Erst in der Nachspielzeit gelang dem eingewechselten Alexander Meier der Treffer zum Endstand.

          Gladbacher Wiedergutmachung

          Borussia Mönchengladbach machte es besser als vor einem Jahr und erreichte mit einem 3:1 (2:1) beim FC 08 Homburg die zweite Runde des DFB-Pokals. Neuzugang Andre Hahn (8.) und Branimir Hrgota (45+2/51.) sorgten für den Sieg. Zwischenzeitlich hatte Tim Stegerer für die Gastgeber zum 1:1 ausgeglichen.

          Hannover gewinnt in Walldorf

          Nur kurz musste Bundesligist Hannover 96 zittern, letztlich gewannen die Niedersachsen bei Astoria Walldorf klar mit 3:1 (1:0). Neuzugang Joselu traf nach einer halben Stunde, nur neun Minuten später sah Marcelo jedoch die Rote Karte. Nico Hillenbrand sorgte nach der Pause für den zwischenzeitigen Ausgleich (59.), Lars Stindl (76.) und erneut Joselu (79.) machten den verdienten Sieg aber perfekt.

          Erster Berliner Schritt

          Hertha BSC machte den ersten Schritt auf dem langen Weg zum Heim-Finale. Gegen den Viertligisten Viktoria Köln, trainiert vom ehemaligen Hertha-Profi Claus-Dieter Wollitz, führten die Berliner bereits durch die Tore von Ronny (33.), Roy Beerens (41.) und Genki Hareguchi (51.) in seinem ersten Pflichtspiel für die Hertha mit 3:0. Mike Wunderlich (57.) und Fatih Candan (67.) brachten die Gastgeber aber nochmal ran. Julian Schieber (76.) sorgte für den 4:2- Endstand.

          Der 1. FC Köln tankte mit einem 4:0 (0:0)-Sieg gegen FT Braunschweig weiteres Selbstvertrauen für den Bundesligastart. Anthony Ujah brachte den Aufsteiger mit einem Doppelpack in Führung (46./52.). Matthias Lehmann (63.) und Simon Zoller (84.) erhöhten auf 4:0.

          St. Pauli und Braunschwieg sind durch

          Zweitligist FC St. Pauli hat seine Pflichtaufgabe bei Optik Rathenow ebenfalls souverän gemeistert. Die Kiez-Kicker setzten sich mit 3:1 (2:0) durch. Christopher Nöthe traf nach nur neun Minuten, Ante Budimir erhöhte nach 31 Minuten. Gegen die Amateure aus Rathenow war nach dem Seitenwechsel abermals Nöthe (51.) erfolgreich, ehe Shelby Printemps (83.) den Ehrentreffer erzielte.

          Nur kurzer Jubel: Fatih Candan verliert mit Viktoria Köln trotz seines Tores

          Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig kam nur mit Mühe eine Runde weiter. Beim fünftklassigen Bremer SV setzten sich die Niedersachsen denkbar knapp mit 1:0 (0:0) durch. Den einzigen Treffer der Partie gelang Havard Nielsen in der 46. Minute.

          Gegen den Verbandligisten FC Waldkirch setzte sich Ex-Bundesligist SpVgg Greuther Fürth ungefährdet mit 3:0 (0:0) durch. Die Tore fielen allerdings erst nach der Pause: Zunächst traf Stephan Schröck unmittelbar nach seiner Einwechslung (46.). Danach schraubten Ognjen Mudrinski (52.) und Benedikt Röcker (82.) das Ergebnis weiter hoch.

          Dortmunder Pflichtübung, Stuttgarter Aus

          Supercupsieger Borussia Dortmund hat sich auch zum Auftakt des DFB-Pokals keine Blöße gegeben und mit Rückkehrer Marco Reus die zweite Runde erreicht. Der Finalist der vergangenen Saison schlug die Stuttgarter Kickers auswärts mit 4:1 (1:0). Für die erste Cup-Überraschung am Samstag sorgte stattdessen der VfL Bochum: Der Zweitligist von Trainer Peter Neururer schlug den Bundesligisten VfB Stuttgart vor heimischer Kulisse mit 2:0 (1:0). Hertha BSC, der 1. FC Köln, Hannover 96 und Borussia Mönchengladbach zogen dagegen ebenso wie der BVB in die zweite Runde ein.

          Schlechter konnte es für den VfB Stuttgart nicht beginnen. Nach nur neun Minuten musste die Mannschaft von Neu-Coach Armin Veh einem Rückstand hinterherlaufen. Simon Terodde nutzt einen kapitalen Fehlpass von Oriol Romeu aus. An der Seitenlinie jubelte VfL-Trainer Neururer mit Regenschirm in der Hand. Kurz nach der Pause erhöhte erneut Terodde gegen die enttäuschenden Schwaben zum 2:0-Endstand.

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