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Streit mit Spielerberatern : Der DFB muss vor Gericht

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Auch bei Weltmeister Julian Draxler steht womöglich ein Wechsel an – dann unter den neuen Regeln des DFB Bild: Imago

Für Spielerberater gelten neue DFB-Richtlinien. Dagegen wird nun nach F.A.Z.-Informationen ein Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt. Dabei ist der Deutsche Fußball-Bund eigentlich ein Leidtragender.

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          Gegen das neue und von diesem Monat an gültige Reglement des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) für die Spielervermittlung ist vor dem Landgericht Frankfurt ein Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt worden. Wie der Gerichtssprecher der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bestätigte, soll am 29. April mündlich verhandelt werden.

          Antragsteller ist das Unternehmen Rogon Sportmanagement aus Ludwigshafen, das zu den größten Berateragenturen in Deutschland gehört und neben anderen den Weltmeister Julian Draxler (Schalke 04) und die Bundesligaprofis Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund) und Roberto Firmino (Hoffenheim) vertritt.

          „Jeder in diesem Land kann im Rahmen der Gesetze seinen Geschäften nachgehen. Es handelt sich um einen unzulässigen Eingriff in die Dienstleistungsfreiheit, die vom Grundgesetz und auch der EU garantiert wird“, sagte Johannes Zindel, Rechtsvertreter von Rogon, auf Anfrage. Die neue Regelung wirke wettbewerbsbeschränkend, der DFB missbrauche seine marktbeherrschende Stellung.

          Der Verband setzt indes das um, was der Internationale Fußball-Verband (Fifa) zuletzt in einer neuen Richtlinie vorgegeben hat. So ist der DFB in gewisser Weise Leidtragender der Fifa-Richtlinien. Demnach müssen sich Spielervermittler für jedes Beratungsgeschäft über den beteiligten Profikicker oder Verein jetzt beim DFB registrieren lassen, dazu muss ein polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt werden.

          Vermittlerhonorar bei drei Prozent?

          Darüber hinaus verlangt die Verbandsseite, dass Verträge zwischen einem Vermittler, Spieler und Verein auf Anforderung einer Offenlegung bedürfen. Zudem dürfen Berater keine Honoraransprüche gegenüber minderjährigen Spielern stellen. Zur Diskussion stand bei der Fifa auch, das Vermittlerhonorar auf drei Prozent festlegen zu wollen. Dies wurde bisher aber nicht umgesetzt.

          Gehofft wird seitens der Verbände, dass dadurch die Corporate Governance und Transparenz im heißgelaufenen Spielerberater-Geschäft verbessert werden. Offen ist allerdings einstweilen, ob die von der Fifa vorgegebenen Maßnahmen greifen und ob sie nicht tatsächlich gegen kartellrechtliche Prinzipien verstoßen.

          „Von Blatter und der Fifa diktatorisch herunterbefohlen“

          Letzteres will das Landgericht in Frankfurt nächste Woche in dem Eilverfahren prüfen. Der DFB wurde schon mal aufgefordert, weitere sachliche Gründe für die Einführung des umstrittenen Reglements zu liefern. Die Deutsche Fußballspieler-Vermittler Vereinigung (DFVV) hat beschlossen, dass Mitglieder, die juristisch gegen die neuen Statuten vorgehen wollen, unterstützt werden können.

          „Anfang Mai werden wir weitere Gespräche mit dem DFB und der Liga suchen, um die Vorgehensweise zu erörtern. Die Regelung wurde mal wieder von Blatter und der Fifa diktatorisch herunterbefohlen. Nachgedacht hat hier keiner“, sagte DFVV-Geschäftsführer Gregor Reiter der F.A.Z. Der DFB will vor einer Einschätzung erst einmal den Gerichtstermin abwarten.

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