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Machtkampf beim DFB : Sieben Millionen Verlierer

DFB-Präsident Fritz Keller Bild: dpa

Eine Schlammschlacht wie beim DFB hat der deutsche Fußball noch nie erlebt. Der Verband vergisst dabei auf sträfliche Weise seine schwächsten Mitglieder. Das ist das eigentliche Trauer- und Skandalspiel.

          2 Min.

          Der deutsche Fußball ist außer Rand und Band. An seiner Spitze kämpft nun jeder gegen jeden. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) gegen seinen Generalsekretär. Der Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL) gegen den Chef der Amateure im DFB. Die DFL gegen den DFB. Die Profis gegen die Amateure.

          Eine solche Schlammschlacht hat selbst der deutsche Fußball, in dem Trickser und Täuscher immer wieder zur Hochform auflaufen, noch nicht erlebt. Kränkungen, Beleidigungen, Verleumdungen, Kündigungen: Alles dabei auf einem Spielfeld der Halbwahrheiten und der Halbseidenen, auf dem professionelle Fallensteller bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit Unschuldsmiene nach der Ethikkommission rufen, aber nur, um auf diese Weise endlich für ihren Gegner eine Rote Karte zu provozieren.

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