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DFB in der Einzelkritik : Mal genial, mal fatal

  • Aktualisiert am

Julian Brandt: Vergab eine Torchance gegen die Tschechen kläglich. Bild: Reuters

In einer DFB-Mannschaft, die so wohl nicht mehr zusammen spielen wird, überzeugen die Debütanten und der Kapitän. Ein Dortmunder schwankt wie so häufig zwischen Genie und Wahnsinn.

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          Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt): Im fünften Länderspiel lange ohne Prüfung. Bei Vydras Kopfball (81.) mit Reflex zur Stelle. Sicherte so seinen ersten DFB-Sieg.

          Jonathan Tah (Bayer Leverkusen): Der Leverkusener konzentrierte sich auf das Wesentliche. Machte die Räume zu. Mehr Spielpraxis würde ihm die nötige Sicherheit geben.

          Robin Koch (Leeds United): Umsichtiger Abwehrchef in der Dreierkette. Bügelte auch Fehler der Nebenleute aus. Geht mit Potenzial und Perspektive ins EM-Jahr.

          Antonio Rüdiger (FC Chelsea London): Unumstrittener Herr der Lüfte. Die fehlende Spielpraxis bei Chelsea zeigte sich aber im Stellungsspiel bei Flachpässen.

          Ridle Baku (VfL Wolfsburg): Spielte beim Debüt ohne jede Scheu. Machte mutig Dampf und leitete das erste Tor ein. Ein krasser Fehler (22.) blieb folgenlos.

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          Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach): Glänzte als Antreiber und Schaltstelle. Fernschuss vor dem Siegtor und toller Pfostenkracher (77.). Eine echte EM-Option.

          Ilkay Gündogan (Manchester City): Gab beim Debüt als Startelf-Kapitän mit Übersicht und Ruhe den nötigen Halt. Nach seiner Auswechslung vermisste „die Mannschaft“ seine Stabilität und Kreativität. Wird Samstag gebraucht, deshalb zur Halbzeit raus.

          Philipp Max (PSV Eindhoven): Hat nach einem guten Debüt schon 60 Länderspielminuten mehr als sein Papa Martin. Offensiv mit viel Potenzial. Vorlage zur Führung.

          Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach): Das zweite Länderspiel dauerte für den Gladbacher nur 18 Minuten. Am Führungstor beteiligt, dann schmerzte der Oberschenkel.

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          Luca Waldschmidt (Benfica Lissabon): Startete mit großem Laufpensum. Bewies schnell seine Torgefahr. Schränkte Aktionsradius später allerdings ein.

          Julian Brandt (Borussia Dortmund): Mal genial, mal fatal. Der BVB-Blondschopf bleibt ein schlampiges Genie, streute unglaublich viele Fehler in sein Spiel. Vergab dazu noch die Riesenchance nach einem Patzer der Tschechen (31.). Bundestrainer Joachim Löw verriet nach der Partie, dass er vom Dortmunder mehr erwarte, weil er die Fähigkeiten dazu hätte. Vertane Chance.

          Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen): Kam früh für Hofmann. Viel in Aktion, aber zu zaghaft im Abschluss. Scheiterte zweimal frei an Pavlenka (43.).

          Mahmoud Dahoud (Borussia Dortmund): Ersetzte in der zweiten Halbzeit Gündogan ordentlich in der Zentrale. Nach energischer Einzelleistung (60.) nur knapp vorbei.

          Nico Schulz (Borussia Dortmund): Kam nach 67 Minuten für Max. Ohne größere Impulse nach vorne. Muss sich für eine EM-Perspektive steigern.

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