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Frauen-Nationalmannschaft : „Spannungsbogen noch mal hochfahren“

  • -Aktualisiert am

Fehlen verletzungsbedingt: Marina Hegering (l) und Alexandra Popp (3.v.l.) sind nicht dabei. Hier jubeln sie mit Giulia Gwinn und Lea Schüller. Bild: dpa

Die deutsche Frauen-Nationalelf trifft auf Topgegner Frankreich. Für die Mannschaft war das Spiel als Härtetest vorgesehen. Nun fehlen allerdings viele Top-Kräfte.

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          Und zum Spieljahresende noch ein Tagesausflug nach Straßburg. Klingt wie eine vergnügliche Fahrt für alle Nationalspielerinnen, die nach Saisonschluss noch Lust auf ein bisschen Kicken haben – ist es aber nicht. „Es gilt, den Spannungsbogen noch mal hochzufahren“, sagte Martina Voss-Tecklenburg am Mittwoch. Die Bundestrainerin schätzt Gelegenheiten, sich mit Topgegnern zu messen, mehr als vieles andere.

          Und ein Duell mit der Auswahl Frankreichs an diesem Donnerstag (20.55 Uhr bei sportschau.de), die es seit Jahren bei Großereignissen verlässlich ins Viertelfinale schafft, gehört in diese Kategorie. Zumal die deutsche Mannschaft in dieser von vielen leichten Siegen in der EM-Qualifikation geprägten Saison nur ein einziges Mal auf höchster Ebene gefordert wurde: Ende Februar bei der 1:2-Niederlage gegen Europameister Niederlande. Eine geplante Reise ins Land des Weltmeisters Vereinigte Staaten musste nun pandemiebedingt schon den zweiten Sommer in Folge ausfallen.

          Anreise am Spieltag

          Vom Quartier des DFB-Trosses in Neu-Isenburg bei Frankfurt sind es nur 220 Kilometer zum Spielort Straßburg, sodass die Mannschaft erst am Spieltag anreisen und in der Nacht auch wieder zurückkehren wird. Es ist, wenn man so will, der Auftakt der Duelle zwischen Deutschland und Frankreich – vier Tage später starten auch die Männer in dieser Konstellation in die Europameisterschaft.

          Ursprünglich vorgesehen war, das Frankreich-Spiel als Härtetest für die vermeintliche Stammformation und das Match am Dienstag in Offenbach gegen Chile als Bewährungschance für die Jugend anzugehen. Doch mit Marina Hegering, Sara Doorsoun, Kathrin Hendrich, Alexandra Popp, Lina Magull und Melanie Leupolz fallen nun viele Stammkräfte verletzungsbedingt aus. Dzsenifer Marozsan gibt ein Gastspiel in der amerikanischen Profiliga. Auch die Frankreich-Legionärin Sara Däbritz von Paris Saint-Germain muss gegen ihr Gastland passen.

          „Die Mannschaft wird ein anderes Gesicht haben als zunächst geplant“, sagte Martina Voss-Tecklenburg. Die Bundestrainerin wäre aber nicht sie selbst, wenn sie die lange Ausfallliste mit Namen von „etablierten, wichtigen Spielerinnen“ nicht auch als Chance betrachten würde.

          Als Chance für nachhaltigen Erkenntnisgewinn für sie selbst und als Chance für die Garde der jüngeren, unerfahreneren Spielerinnen im Kader, sich zu beweisen. Die 53-Jährige verspricht sich einen „Riesenmehrwert“ davon, zu sehen, „wer die echten Alternativen sind“. Freilich auch mit Blick auf das in einem Jahr stattfindende nächste Turnier, die Europameisterschaft in England.

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