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DFB-Frauen erfolgreich : 5:0 bei „Wundertüte“ Griechenland

  • Aktualisiert am

Torreiches Spiel: Alexandra Popp (Mitte) bejubelt einen Treffer gegen Griechenland. Bild: dpa

Das letzte Pflichtspiel des Jahres war eine Premiere: Noch nie standen sich die Frauenfußball-Nationalmannschaften aus Deutschland und Griechenland gegenüber. Das Ergebnis ist dabei etwas irreführend.

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          Arbeitssieg statt Torfestival: Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft hat im letzten Pflichtspiel des Jahres mit einem 5:0 (2:0) in Griechenland ihre makellose Bilanz in der EM-Qualifikation ausgebaut. Alexandra Popp (33. Minute), Lena Oberdorf (40.), Sandra Starke mit ihrem ersten Tor im ersten Länderspiel (65.), Pauline Bremer (75.) und Klara Bühl (90.) erzielten am Dienstag in Thessaloniki die Tore zum zwar hochverdienten, aber insgesamt wenig glanzvollen Erfolg der Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. „Ich bin ich froh, dass wir wieder zu null gespielt und fünf Tore geschossen haben. Trotzdem war es gerade in der ersten Hälfte ein schwieriges Spiel, gegen einen Gegner, der sehr hartnäckig verteidigt hat“, sagte sie anschließend.

          Nach dem 10:0 gegen Montenegro und den beiden 8:0-Siegen gegen die Ukraine führen die Deutschen ihre Qualifikationsgruppe I für die Europameisterschaft 2021 in England mit zwölf Punkten und 31:0 Toren souverän an. Zum Abschluss des Jahres mit dem enttäuschenden Viertelfinal-Aus bei der WM in Frankreich und der verpassten Olympia-Teilnahme steht noch am 9. November ein Testspiel in England an. In der EM-Quali geht es erst am 11. April gegen Irland weiter.

          „So ein bisschen wird das eine Wundertüte heute“, sagte Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften beim Deutschen Fußball-Bund, vor dem Anpfiff im ZDF über das erste Duell einer DFB-Frauen-Auswahl gegen Griechenland. Ihr bis dato letztes offizielles Spiel hatten die Griechinnen im vergangenen Jahr bestritten, in der EM-Qualifikation war es ihr erster Auftritt. Doch im Gegensatz zu den Teams aus Montenegro und der Ukraine gestatteten die Griechinnen dem großen Favoriten anfangs kaum Tormöglichkeiten und erwiesen sich als der bislang härteste Kontrahent in der EM-Qualifikation. Mit nur einer Spitze und zwei kompakten Abwehrreihen verteidigten die Gastgeber geschickt.

          Die 18 Jahre alte Bühl, gegen die Ukraine am Samstag in Aachen noch Dreifach-Torschützin, scheiterte mit einem Kopfball an Torhüterin Anthi Papakonstantinou (17.) – ansonsten passierte in der ersten halben Stunde erstaunlich wenig im Strafraum der Griechinnen.

          Voss-Tecklenburg hatte ihr System von 4-3-3 auf 3-5-2 verändert und in Melanie Leupolz und Turid Knaak zwei Neue für Giulia Gwinn und Felicitas Rauch gebracht. Schwungvoll wirkte der Auftritt aber nicht. Bis zum Führungstreffer dauerte es bis zur 33. Minute, als Popp ein schönes Zuspiel von Knaak mit einem feinen Linksschuss zum 1:0 veredelte. Mit ihrem zweiten Länderspieltor erhöhte die 17 Jahre alte Oberdorf zum 2:0. „Wir haben keine Passschärfe und besetzen die Außen nicht gut genug“, kritisierte Chatzialexiou zur Pause.

          Voss-Tecklenburg brachte für die zweite Halbzeit Starke im Angriff, wenig später kamen auch noch Bremer und Gwinn als frische Kräfte in das Spiel. Lena Magull scheiterte noch an der Latte (48.), dann rechtfertigten Starke und Bremer ihre Einwechslungen mit Toren. Nur einmal musste die deutsche Torhüterin Merle Frohms eingreifen, als sie einen harmlosen Schuss von Sofia Koggouli (84.) fangen konnte.

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