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DFB-Testspiel in Dänemark : Ist Sandro Wagner der neue Stoßstürmer?

„Wir sind mehr oder weniger vom Strand gekommen“: Stürmer Sandro Wagner. Bild: Picture-Alliance

Bundestrainer Joachim Löw geht mit einem bunt zusammengestellten Team auf Sommertournee. Was kann man erwarten? Das 1:1 zum Auftakt in Dänemark gibt bereits einige Antworten.

          Das 1:1 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beim Test-Länderspiel in Dänemark war der Auftakt zu einer Sommertournee eines bunt zusammengestellten Teams von Bundestrainer Joachim Löw. Es folgt am Samstag das WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino (20.45 Uhr / Live bei RTL und im Länderspiel-Ticker bei FAZ.NET), daran schließt sich der Confed Cup in Russland an. Was kann man nach dem Auftakt für die kommenden Wochen erwarten – und was nicht? Fünf Fragen, fünf Antworten.

          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Hat sich das Testspiel für das WM-Testturnier gelohnt?

          In der zweiten Halbzeit stand zeitweilig eine Nationalmannschaft auf den Platz, wie man sie schon ewig nicht mehr gesehen hatte: Elf Spieler aus zehn Klubs – eine solche Vielfalt ohne Bayern- oder BVB-Block dürfte zumindest in der Ära von Joachim Löw einmalig gewesen sein. Es war aber nicht schlecht, was dieser ohnehin schon bunt zusammengewürfelte und kaum eingespielte Haufen deutscher Spieler zustande brachte. Spätestens nach einer halben Stunde hatte sich die Nationalelf gefunden, erspielte sich Chancen, geriet auch durch die zahlreichen Auswechslungen mit insgesamt sechs Debütanten nicht mehr durcheinander. Der Ausgleich durch Joshua Kimmich in der 87. Minute durch einen schönen Fallrückzieher, nach dessen Landung sich der einzige Bayern-Spiele eine Krampf zuzog, war der verdiente Ausgleich nach der dänischen Führung durch Christian Eriksen (17.), der eine ganz Reihe von deutschen Fehlern vorausgegangen waren, der letzte von Antonio Rüdiger, der anstatt entschlossen zu klären, den Ball mit dem Kopf zum Schuss vorlegte.

          Das deutsche Team zeigte einige spielerische Ansätze, die sich in den kommenden Wochen noch entwickeln lassen. Aber an der Qualität der ersten Auswahl, die der Bundestrainer in diesem Sommer schont, kam das Perspektivteam in Kopenhagen selbstverständlich nicht heran. „Es gab mehr Plus als Minus heute. Das war eine gute Standortbestimmung. Wir haben nur eine Trainingseinheit gehabt. Von daher war ich absolut zufrieden“, sagte Löw. An Einsatz und Engagement direkt nach dem Kurzurlaub fehlte es den B-Weltmeistern auch nicht. Auch das: ein gutes Zeichen mit Blick auf die deutsche Pflichtübung Confed Cup, die die einzelne Spieler als persönliche Aufstiegschancen begreifen dürften.

          Welche Spieler haben ihre Chance genutzt, bei der WM 2018 eine Chance zu bekommen?

          Das lässt sich nach dem Auftakt der Sommerreise 2017 noch nicht sagen – zumindest, was die Debütanten angeht. Den stärksten Eindruck in Kopenhagen hinterließen Julian Draxler und Joshua Kimmich, aber diese beiden 23 und 22 Jahre alten Nationalspieler gehörten schon dem EM-Kader in Frankreich an – und gelten für Löw auch schon als potentielle Führungskräfte des Teams für die Zeiten nach Özil, Khedira und Co. „Es ist eine große Ehre, dass ich Kapitän sein durfte. Ich weiß aber auch, dass einige gefehlt haben. Ich nehme den Confed Cup als Chance, mich auch als Führungsspieler zu beweisen", sagte Draxler.

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