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Deutsche Einzelkritik : Herrmann stark – Götzes Zauber verfliegt

  • Aktualisiert am

Patrick Herrmann (Mitte) zeigte ein starkes Debüt im Nationalteam Bild: AP

Kurz vor dem Urlaub zeigen die deutschen Nationalspieler zunächst eine starke Leistung – und bauen dann ab. Debütant Herrman ragt heraus. Podolski fehlt die Lockerheit. Und Schweinsteiger geht weite Wege.

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          Das vorletzte Spiel dieser Saison verliert die deutsche Fußball-Nationalelf. Im Test gegen die Vereinigten Staaten gibt es eine 1:2-Niederlage in Köln. Die Deutschen in der Einzelkritik:

          Zieler: Bekam Vorzug vor Weidenfeller. Bei Gegentoren chancenlos. Verhinderte weitere Gegentore, vor allem gegen Bradley (82.).

          Rudy: Beim Ausgleich der US-Boys gedanklich und physisch zu langsam. Ging mit nach vorn, aber ohne großes Risiko. Nur Ersatzlösung rechts.

          Rüdiger: So keine Alternative im Zentrum. Weit weg von Auswahlform. Zu hektisch in den Zweikämpfen. Zu unentschlossen beim Heraustreten.

          Mustafi: Auch der Weltmeister brachte keine Sicherheit. Abstimmung mit Rüdiger fehlte. Starke Rettung (56.), das reichte nicht.

          Hector: Gleich Probleme mit Johannsson. Seine linke Seite war immer wieder anfällig. Die besseren Aktionen hatte er in der Offensive.

          Schweinsteiger: Ging weite Wege, oft bis in die Spitze. Als Abräumer konnte er vor allem Bradley nicht entscheidend einschränken.

          Nicht zu fassen: Die Amerikaner siegen, Götze fragt nach dem Warum Bilderstrecke

          Gündogan: Übernahm den Antreiber- und Verteiler-Part im Mittelfeld. Viel am Ball. Nach hinten konnte er auch nicht alle Lücken schließen.

          Herrmann: Gutes Debüt. Brachte seine Schnelligkeit ein, bereitete das 1:0 mit schönem Solo vor. Noch Reserven in der Raumaufteilung.

          Özil: Begann mit Lust. Viel am Ball. Vergab eine gute Chance (7.) und bereitete eine große für Götze vor. Später ohne gefährliche Aktionen.

          Schürrle: Eine Problemsaison für den Vorbereiter des goldenen WM-Tores. Fehlerhaft, Kopfball aus bester Position zu lasch (33.).

          Götze: Mit seinem 14. Länderspieltor ließ er auf ein Fußballfest hoffen. Hätte 2:0 machen müssen. Der Zauber verflog auch bei ihm.

          Khedira: Nach langer Wettkampfpause noch unrund. Aber mit viel Engagement. Lattenkracher (90.+4) - aber insgesamt zu wenig.

          Podolski: Durfte in seinem Kölner „Wohnzimmer“ erst nach der Pause ran. Ihm fehlte einfach die Lockerheit. Nur noch ein Schatten.

          Kramer: Kam nach einer Stunde für Gündogan. Wie gewohnt mit großem Laufpensum und Biss im Zweikampf. Im Spielaufbau fehlten die Ideen.

          Kruse: Bekam in der Endphase noch seinen 12. DFB-Einsatz. Entscheidendes gelang dem Gladbacher aber nicht. Bleibt zweite Wahl.

          Bellarabi: Wie Kruse ab der 73. Minute im Spiel. Der große Schwung und das Tempo fehlten dem Leverkusener.

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