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Deutsche Einzelkritik : Dirigent Kroos - Laufwunder Götze

  • Aktualisiert am

Mit diesen elf Spielern startete das DFB-Team ins Spiel gegen Irland Bild: AFP

Kroos dirigiert, Götze rennt, Bellarabi gefällt. Das DFB-Team macht gegen Irland kein schlechtes Spiel, gewinnt aber trotzdem nicht. Neuer bleibt praktisch ohne Beschäftigung – bis zur Nachspielzeit.

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          Nach dem 0:2 in Polen erreicht die deutsche Nationalelf auch gegen Irland nur ein 1:1. Die DFB-Spieler in der Einzelkritik.

          Manuel Neuer: In der alten Heimat bis zum bitteren Ausgleich praktisch beschäftigungslos. Eine Hereingabe (49.) fing er souverän ab.

          Antonio Rüdiger: Mutiger als gegen Polen. Traute sich auch nach vorne. Zwei Kopfbälle (14./32.). Aber in einigen Aktionen noch manche Naivität.

          Jerome Boateng: Defensiv von Iren-Star Keane praktisch nicht gefordert. Hatte Zeit und Muße für Tricksereien. Dafür mit Applaus bedacht.

          Mats Hummels: Deutliche Lufthoheit und mit der Freiheit für Vorstöße. Verlor aber den entscheidenden Zweikampf gegen O’Shea.

          Erik Durm: Hallo-Wach-Effekt durch Lattenkracher aus 30 Metern (5.). Schaltete sich wenig nach vorne ein. Starke Grätsche (85.) 

          Das darf doch nicht wahr sein: Müller und Deutschland nur 1:1 gegen Irland Bilderstrecke

          Matthias Ginter: Löws Überraschungsmann auf der Sechserposition war fleißig. Aber auch mit Fehlpässen. Zur Halbzeit aus Taktikgründen raus.

          Toni Kroos: Der Dirigent erzielte das einzige Tor. Versuchte sich mit Fernschüssen. Der dritte sprang vom Innenpfosten ins Tor.

          Karim Bellarabi: Wieder unglaublich agil. Die klaren Torchancen, die er gegen Polen vergab, hatte er diesmal aber nicht.

          Mario Götze: Lief extrem viel vor dem Iren-Strafraum hin und her. Immer anspielbar. Als O’Shea (69.) ihn umriss, blieb der Elfmeterpfiff aus.

          Julian Draxler: Der Schalker konnte wenig Impulse geben. Musste nach 70 Minuten mit Schmerzen im linken Oberschenkel raus.

          Thomas Müller: Im 60. Länderspiel als Sturmspitze ohne rechte Bindung. Seitfallzieher (55.). Gefährlicher, wenn er auf rechts auswich.

          Lukas Podolski: Kam zur Halbzeit. Führte sich mit Fehlpass (49.), Vorstoß (50.) und Schwalbe (58.) ein. Keine Argumente für einen Stammplatz.

          Max Kruse: Der Gladbacher kam für Draxler (70.). Ging für Müller in die Spitze. Torgefahr konnte er nicht heraufbeschwören.

          Sebastian Rudy: Kam vier Minuten vor Schluss noch zu einem Kurzeinsatz um Löcher zu stopfen. Ein konsequenter Ballgewinn (90.+1).

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