https://www.faz.net/-gtl-a3fl8

Nach Beckenbauer-Statement : DFB-Präsident erwartet Hoeneß-Anruf

  • Aktualisiert am

Kontroverse um 6,7 Millionen Euro: Weiß Uli Hoeneß mehr zu den Umständen der Zahlung an Mohamed bin Hammam? Bild: dpa

Uli Hoeneß äußert sich in einem TV-Gespräch vielsagend zu Franz Beckenbauer und der WM-Affäre von 2006. Das weckt das Interesse des DFB. Präsident Fritz Keller hofft auf neue Informationen.

          1 Min.

          DFB-Präsident Fritz Keller hat auf die von Uli Hoeneß kürzlich in einer TV-Sendung geäußerte Kritik am Umgang des Deutschen Fußball-Bundes mit Franz Beckenbauer reagiert. „Ich kann Uli Hoeneß beipflichten, dass Franz Beckenbauer ein großartiger Sportler war, ein Weltmeister, ein genialer Trainer, der uns damals auch die Weltmeisterschaft gebracht hat. Aber man muss natürlich auch sagen, dass dort ein Schatten drauf liegt“, sagte Keller in einem Gespräch mit dem TV-Sender Sport1.

          FC-Bayern-Ehrenpräsident Hoeneß hatte dem DFB am vorigen Sonntag im Sport1-„Doppelpass“ einen schlechten Umgangsstil mit Beckenbauer zum 75. Geburtstag des „Kaisers“ vorgeworfen. Der Verband habe Beckenbauer, der mit der Nationalmannschaft als Spieler (1974) und Teamchef (1990) Weltmeister wurde und 2006 zudem die WM-Endrunde nach Deutschland holte, nicht entsprechend gewürdigt. Beckenbauer, kritisierte Hoeneß, werde inzwischen viel zu sehr auf die ungeklärten Umstände rund um die Vergabe des WM-Turniers 2006 reduziert.

          Hoeneß verteidigt Beckenbauer

          Dass Beckenbauer für die WM 2006 Stimmen gekauft habe, sei „absolut falsch“, hatte Hoeneß gesagt. Er wisse „sehr sicher, dass das Geld nicht zum Stimmenkauf verwandt wurde“. Dabei bezog sich der 68-Jährige auf die 6,7 Millionen Euro, die vor der Abstimmung zur WM-Vergabe 2006 auf Konten des damaligen Fifa-Exekutivmitglieds Mohamed bin Hammam (Qatar) gelandet waren.

          „Wenn Uli Hoeneß, wie er ja gesagt hat, auch Erkenntnisse hat, würden wir uns sehr freuen, wenn er die mit uns oder der Kommission, die das aufarbeitet, teilen würde“, betonte DFB-Chef Keller. „Wenn er etwas weiß, kann er das gerne mitteilen. Und dann können diejenigen, die das untersuchen, das auch gerne einbauen. Ich freue mich auf den Anruf.“

          Weitere Themen

          Bremens hart erkämpfter Punkt

          1:1 gegen Hoffenheim : Bremens hart erkämpfter Punkt

          Erst ein positiver Corona-Test und dann Quarantäne. Werder Bremen hat eine turbulente Woche hinter sich. Das Team von Trainer Florian Kohfeldt kann sich über einen verdienten Punkt gegen Hoffenheim freuen.

          Topmeldungen

          Auf weiter Flur: Der Großeinsatz rund um den Dannenröder Forst ist nicht der einzige, der die hessische Polizei derzeit stark in Anspruch nimmt.

          Hessische Polizei : Am Rande der Erschöpfung

          Die hessische Polizei wird in den nächsten Wochen noch stärker gefordert als ohnehin schon. Gleich drei Großlagen lassen kaum Erholung zu: der Protest gegen die A 49, Corona und Atomtransporte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.