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„Klare Unregelmäßigkeiten“ : Streit zwischen DFB und Infront eskaliert

Werbebanden und weitere Merkwürdigkeiten: Wegen Manipulationsverdachts kündigt der DFB den Vertrag mit Infront. Bild: Picture-Alliance

Der DFB zieht Konsequenzen: Nach Unstimmigkeiten um die Vermarktung von Werbebanden und Hinweisen auf Korruption kündigt der Verband dem Vermarkter. Infront will dies nicht akzeptieren.

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          Die internationale Sportmarketingagentur Infront aus der Schweiz hat rechtliche Schritte gegen die Vertragskündigung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) angekündigt. „Insgesamt sehen wir einer allfälligen gerichtlichen Beurteilung der Angelegenheit mit Gelassenheit entgegen und sind sehr zuversichtlich, dass sich insbesondere der Vorwurf der schädigende Handlungen als haltlos erweisen wird“, teilte das Unternehmen am Mittwoch in einer schriftlichen Stellungnahme mit. Zuvor hatte der DFB vermeldet, die Vereinbarungen mit dem langjährigen Geschäftspartner über die Vermarktung der Werbebanden zu Spielen der Nationalmannschaft und im DFB-Pokal vorzeitig zu beenden.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Verband beruft sich offensichtlich auf einen angeblichen Zwischenbericht einer selbst in Auftrag gegeben Untersuchung, die eine Detektei aus Berlin ausgeführt hat. Das Magazin „Der Spiegel“ hatte sich am Wochenende darauf bezogen und über Korruptionshinweise berichtet. Verstrickt sein sollen ehemalige Infront-Manager sowie frühere Mitarbeiter und Spitzenfunktionäre des DFB. Der Verband spricht von „Unregelmäßigkeiten“ und „unrechtmäßigen Einflussnahmen auf DFB-Vertreter“, die sich wohl vor allem aufs Jahr 2013 beziehen.

          Belege hat der Verband bisher nicht zugänglich gemacht. Infront gab an, den mutmaßlichen Untersuchungsbericht nicht zu kennen. Man hege zudem „erhebliche Zweifel an den Methoden und Motiven der Detektei“ teilte das Schweizer Unternehmen mit. Laut eigener Stellungnahme bestreitet Infront die Wirksamkeit der Kündigung durch den DFB und hält an der vollständigen Erfüllung der laufenden Verträge fest.

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