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Niederlande schlägt Frankreich : Deutschland steigt in der Nations League ab

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Orangene Freude: Die Niederländer bejubeln das 1:0 gegen Frankreich – in der Mitte: Torschütze Wijnaldum Bild: AFP

Erfolg gegen den Weltmeister: Die Niederlande bezwingen die Franzosen dank einer engagierten Leistung. Damit kann sich Deutschland nicht mehr retten. Bundestrainer Löw nimmt das gelassen hin.

          Das Team von Bundestrainer Joachim Löw ist aus der höchsten Spielgruppe der Nations League abgestiegen. Da die Niederländer ihre Partie gegen Frankreich 2:0 (1:0) gewannen, kann sich die DFB-Mannschaft im letzten Gruppenspiel gegen „Oranje“ am kommenden Montag (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Nations League) nicht mehr aus eigener Kraft retten und spielt nun zukünftig in der Gruppe B – also in der Zweitklassigkeit. Löw hatte schon vor der Partie betont, dass ein Abstieg für ihn „kein Weltuntergang“ wäre, dennoch sei das Ergebnis „natürlich bitter, weil wir damit keine Chance mehr haben, in der Liga A der Nations League zu bleiben. Das müssen wir akzeptieren“, sagte er. „Unser Blick richtet sich aber nach wie vor klar in Richtung der EM 2020, für die wir uns qualifizieren werden und bei der wir wieder eine starke Mannschaft ins Turnier schicken wollen.“

          Das erste Tor für die Mannschaft von Bondscoach Ronald Koeman erzielte Georginio Wijnaldum in der 44. Minute. Dem Treffer vorausgegangen war eine unglückliche Kopfballabwehr des Franzosen Steven N'Zonzi. Memphis Depay erhöhte in der Nachspielzeit per Elfmeter (90.+6 Minute). Mit nun sechs Punkten in der Gruppe A könnten die Niederländer sogar noch am Weltmeister vorbeiziehen und sich für das Finalturnier im Juni 2019 qualifizieren. Dafür genügt bereits ein Unentschieden gegen Deutschland.

          Im Spiel gegen Frankreich waren die Niederländer nahezu über die gesamte Dauer das dominierende Team. Dem Team von Didier Deschamps gelang bis zur 70. Minute kein gefährlicher Schuss auf das von Jasper Cillessen gehütete Tor. Ein Kopfball von Antoine Griezmann in der Anfangsphase blieb die einzige Chance Frankreichs (10.). Anders „Oranje“: Wijnaldum hätte in der zweiten Minute bereits ein Tor erzielen können, Ryan Babels Versuch wurde erfolgreich abgefälscht (51.) und sowohl Virgil van Dijk als auch Denzel Dumfried verpassten es innerhalb kürzester Zeit (60. und 63.) per Kopf zu erhöhen. So blieb es beim verdienten 2:0-Sieg der Niederländer.

          Deutschland ist dagegen in der Nations League noch ohne Sieg. Gegen Frankreich gab es ein 0:0 in München und ein 1:2 in Paris. Im Hinspiel gegen „Oranje“ setzte es ein demütigendes 0:3. Deswegen hofft Löw auf Wiedergutmachung: „Aus diesem Jahr, das insgesamt enttäuschend für uns war, wollen wir uns am Montag in Gelsenkirchen mit einem guten Spiel von unseren Fans verabschieden.“

          Dänemark steht derweil als dritter Aufsteiger in die Liga A der Nations League fest. Der WM-Achtelfinalist siegte gegen Wales in Cardiff 2:1 (1:0) und ist mit sieben Punkten in Gruppe 4 nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen. Vor den Dänen hatten bereits die Fußballer aus der Ukraine und Bosnien-Herzegowina den Sprung in die höchste Klasse geschafft. Nicolai Jörgensen (53.) und Martin Braithwaite (88.) schossen den Sieg der Dänen heraus, für Wales konnte nur noch Superstar Gareth Bale verkürzen (89.). Der problemlose Aufstieg Dänemarks kommt ein wenig überraschend, nachdem es Anfang September noch zum Spielerstreik beim Länderspiel in der Slowakei gekommen war. Hintergrund war ein Sponsoring-Streit mit dem Dänischen Fußballverband (DBU).

          Der Traum vom Aufstieg in die C-Liga hat sich dagegen für Fußball-Zwerg Gibraltar zerschlagen. Der krasse Außenseiter verlor 2:6 (1:1) gegen Armenien und hat mit weiterhin sechs Punkten keine Chance mehr auf den Gruppensieg in der Liga D. Spitzenreiter bleibt vor dem letzten Spieltag Mazedonien (12), das in Liechtenstein 2:0 (0:0) gewann. Dahinter folgt Armenien (9).

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