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3:2 gegen Niederlande : Deutschland siegt mit Schulz’ Schlusspointe

In der Abwehr hatte die Dreierkette mit Niklas Süle als Chef im Zentrum die Lage im Griff, auf den Außenpositionen wurde sie von Thilo Kehrer und Nico Schulz zu einem Fünferriegel ergänzt. Das Zentrum bildeten Toni Kroos und Joshua Kimmich, ein Gespann, um das herum Löw seine Mannschaft bauen will, wie im Lauf der Woche noch einmal deutlich gewordenen war: Dem Münchner sicherte er bis auf Weiteres die Rolle vor der Abwehr zu, die dieser auch am Sonntag sehr sorgfältig und intelligent ausfüllte. Als er einen Ball von de Jong abfing und nach vorn eilte, schien er schon auf dem Weg zur Führung, doch bei allen Qualitäten – ein Klose ist Kimmich nicht. Für Kroos hatte Löw in Amsterdam sogar das Prädikat „unverzichtbar“ gewählt. Aus Madrid wird in dieser schweren Saison für Real immer wieder berichtet, dass Kroos für den königlichen Schlamassel mitverantwortlich sei, zum Nationalteam aber war er wie gewohnt mit royalem Selbstvertrauen angereist. Sein scharfer Pass, der links Schulz auf die Reise schickte, leitete die Führung ein. Schulz bediente Sané, und wie der am Strafraumeck in kürzester Zeit den Ball umsetzte – Annahme, Linksschuss ins lange Eck – war nicht nur ein Volltreffer, sondern ein echter Hingucker.

Bis dahin hatten die Niederländer noch nichts Nennenswertes Richtung deutsches Tor zustande gebracht, das aber änderte sich nun: Zwei Mal bot sich Ryan Babel die Gelegenheit zum Direktschuss, einmal aus der Halbdistanz, einmal aus der Nähe, aber beide Male reagierte Neuer meisterhaft (25. und 27.). Es waren Schreckmomente, die erst einmal folgenlos blieben. Als Gnabry dann nach 34 Minuten einen herrlichen Schlenzer in den rechten Torwinkel setzte, sah es schon nach rundum einem wunderbaren Abend für Löws Team aus, zumal die Deutschen bis zur Pause noch hätten erhöhen können, bei einem Kopfball von Kehrer (39.) und einem Schuss von Sané (40.), der ihm allerdings nicht rundum glückte.

Nach der Pause aber wollten es die Niederländer noch einmal wissen, sie gingen nun ganz anders zu Werke und schafften es schnell, einen Treffer zu setzen. Nach einem Eckball klärte die deutsche Defensive nicht entschlossen genug, Depay bediente de Ligt, und gegen dessen Kopfball war Neuer machtlos. Vom deutschen Elan und Selbstvertrauen der ersten 45 Minuten war nun nichts mehr zu sehen. Wo gerade noch Kontrolle war, lief Löws Team nun überall hinterher, von Entlastung konnte keine Rede sein. Unter dem wachsenden Druck erwies sich die bisherige Stabilität als brüchig, so dass sich weiteres Unheil schon ankündigte. Auch Depay profitierte davon, dass die deutsche Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekam, viel zu frei kam er zum Schuss – der Ball war im Tor und Neuer sauer. Danach drängte die Niederlande, ohne aber zu Großchancen zu kommen. Die bot sich überraschend Schulz auf Zuspiel des gerade erst eingewechselten Reus.

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