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U-21-EM : Deutsche Junioren hellwach zum ersten Sieg

Marco Richter ragte beim deutschen Auftaktsieg heraus. Bild: dpa

Der Auftakt verläuft ein wenig holprig, dann zeigt der Titelverteidiger bei der U-21-EM seine Klasse. Deutschland besiegt Dänemark im ersten Spiel. Beim 3:1-Erfolg ist ein Spieler beim DFB-Nachwuchs überragend.

          Der Weckruf kam früh – und wirkte nachhaltig. Bundestrainer Stefan Kuntz hatte schon vor Beginn der U-21-Europameisterschaft gefordert, dass sein Team „in jedem der drei Spiele hellwach“ sein müsse. Denn im Modus des Turniers, bei dem man nur als Gruppensieger sicher sein kann, das Halbfinale zu erreichen, kann jede Schlummerphase schon alle Träume beenden.

          U-21-EM 2019
          Christian Eichler

          Sportkorrespondent in München.

          Und so hat sich der Titelverteidiger im ersten EM-Spiel am Montag in Udine nur in der ersten Viertelstunde noch etwas schwergetan, auf Touren zu kommen, übernahm dann das Kommando und erzielte einen verdienten 3:1-Sieg gegen Dänemark. Die ersten beiden Tore schoss der überragende Marco Richter (28./51. Minute), das dritte durch Luca Waldschmidt (65.) leitete er ein. Der Gegentreffer fiel durch einen Handelfmeter von Robert Skov (73.).

          „Persönlich war es für mich überragend. Zwei Tore gemacht, eines vorbereitet, das ist ein extrem geiles Gefühl“, sagte Matchwinner Richter, dem in seinem fünften Einsatz seine ersten beiden Tore im Trikot der deutschen U-21-Auswahl gelangen. „Uns ist viel gelungen. Wir sind als Team sehr gut gestartet. Wir haben viel umgesetzt, was der Trainer gefordert hat.“ Das 1:0 war das Ergebnis einer feinen Passstafette, an deren Ende der in den Strafraum gestartete Maximilian Eggestein den Ball auf Richter zurücklegte. Dessen Flachschuss wurde auf dem Weg durch die Beine des Verteidigers Victor Nelsson unhaltbar für Torwart Daniel Iversen abgefälscht.

          Nachdem die bis dahin harmlosen Dänen kurz nach der Pause durch Skov zur ersten Chance gekommen waren, vereitelt durch Torwart Alexander Nübel, war es ein Freistoß von Skov, der zum zweiten deutschen Tor führte. Nachdem der vors deutsche Tor geschlagene Ball Richtung Mittellinie abgewehrt worden war, setzte Richter den Verteidiger Mads Pedersen bei der Ballannahme mit einem scharfen Spurt unter Druck, worauf dem Dänen ein zu kurzer Rückpass auf seinen Torwart unterlief. Richter erlief den Ball und traf ins kurze Eck.

          Auch das 3:0 der überlegenen Deutschen entsprang einem dänischen Standard. Eine abgewehrte Ecke mündete in einen Konter über Öztunali und Richter, ehe Waldschmidt den Ball über den herausstürzenden Torwart lupfte. Danach unterlief Verteidiger Timo Baumgartl ein Handspiel an der Torauslinie, doch der fällige Elfmeter konnte die hellwache Leistung nicht mehr trüben

          Trainer Kuntz war entsprechend zufrieden, vor allem Richter bekam ein Extra-Lob. „Er hat in Augsburg einen klasse Schlussspurt hingelegt. Das war überragend. Er ist topfit hier angekommen“, sagte Kuntz, blieb aber auch realistisch: „Es war ein verdienter Sieg, mehr auch
          nicht. Ich freue mich, dass die Mannschaft gut ins Turnier gekommen ist.“ Auch Kapitän Jonathan Tah mahnte, dass die Mannschaft „selbstkritisch“ sein müsse: „Es gibt ein paar Sachen, an denen wir arbeiten müssen.“

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