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Fußball der Frauen : Nationalteam gewinnt abermals 8:0

  • Aktualisiert am

Spielerin des Spiels: Klara Bühl trifft dreifach. Bild: dpa

Das Hinspiel vor einem Monat hat Deutschland in der Ukraine 8:0 gewonnen. Das Rückspiel in der EM-Qualifikation im Fußball der Frauen endet nun mit dem gleichen Resultat. Klara Bühl und Lina Magull treffen dreimal.

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          Klara Bühl hatte dem nächsten Kantersieg der DFB-Frauen soeben ihren Stempel aufgedrückt, und sie war entsprechend selbstbewusst: Ohne den Spielball als Andenken wollte sie den Aachener Tivoli ungern verlassen. "Ich werde darum kämpfen", sagte die 18-Jährige grinsend, "mal schauen, wie es endet." Drei Tore hatte der Teenager vom SC Freiburg zum 8:0 (4:0)-Erfolg gegen die Ukraine beigetragen, es war der dritte deutliche Erfolg im dritten Spiel. Die deutschen Frauen dominieren ihre zweitklassigen Gegner in der EM-Qualifikation damit weiter nach Belieben. Schon das Hinspiel hatte der Rekordeuropameister ebenfalls mit 8:0 für sich entschieden, Deutschland führt die Gruppe I mit der makellosen Bilanz von neun Punkten und 26:0 Toren an.

          „Es besteht immer die Gefahr, dass man den Gegner nach so einem Hinspiel ein wenig unterschätzt“, sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in der ARD: „Aber das hat die Mannschaft nicht gemacht, sie ist hier heute toll aufgetreten. Wir haben viele direkte, schöne Tore erzielt, haben mit wenigen Kontakten und mit viel Zug gespielt.“

          Zwei Dreifachtorschützinnen

          Auf der Suche nach der Spielerin des Spiels kam allerdings nicht nur Bühl (7./58./61.) infrage: Auch Lina Magull (37./42./90.+2) traf dreimal. Giulia Gwinn (30.) und Melanie Leupolz (87.) erzielten die weiteren Tore im letzten Heimspiel des WM-Jahres für die DFB-Auswahl, die ihre nächste Partie am Dienstag (14.00 Uhr/ZDF) in Griechenland bestreitet. Zum Abschluss steht am 9. November noch ein Highlight im EM-Gastgeberland England an. Für das Länderspiel im Fußball-Tempel Wembley wurden bereits mehr als 75.000 Tickets abgesetzt. Vor 5504 Zuschauern in Aachen setzte Voss-Tecklenburg fast auf die gleiche Formation wie im Hinspiel in Lwiw. Linda Dallmann und Johanna Elsig rückten für das verletzt fehlende Duo Svenja Huth und Sara Doorsoun in die erste Elf.

          Nach der offiziellen Verabschiedung von Simone Laudehr, die nach ihrer Nichtnominierung für die WM im Mai aus dem Nationalteam zurückgetreten war, fanden die Gastgeberinnen schnell in die Partie. Ein freches Solo von Wirbelwind Bühl auf links, ein präziser Flachschuss - und die DFB-Auswahl führte. Dann war gegen den gelben Defensivblock zunächst Geduld gefragt. Nach Vorarbeit von Kapitänin Alexandra Popp legte Gwinn nach einer halben Stunde aus kurzer Distanz nach. In dieser Phase zeigte das DFB-Team klasse Kombinationsfußball. Ein solch schöner Spielzug über Dzsenifer Marozsan, Magull und Popp brachte den dritten Treffer ein - und die ukrainische Gegenwehr ließ nach.

          Merle Frohms, abermals Vertreterin der nach der enttäuschenden WM an der Schulter operierten Almuth Schult im DFB-Tor, erlebte bei ungemütlichen Herbsttemperaturen auch eine ruhige zweite Hälfte. Ansatzweise gefährlich wurde es für die deutsche Auswahl nur bei Nachlässigkeiten im Spielaufbau, die gegen stärkere Gegner bitter bestraft werden könnten. Die schon sehr abgebrühte Bühl drehte weiter auf - und schraubte ihre Ausbeute im DFB-Trikot beim achten Einsatz auf fünf Treffer.

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