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0:0 gegen Frankreich : Deutsche Fußballfrauen weiter sieglos

  • Aktualisiert am

Einen Schritt zu spät: Nationalspielerin Linda Dallmann (r.) im Duell mit der Französin Amandine Henry Bild: AFP

Der Start 2017 misslingt dem deutschen Frauenfußball-Nationalteam gründlich. Beim Testturnier in Amerika reicht dem Team von Steffi Jones gegen Frankreich auch ein Chancenfestival nicht zum erhofften Erfolg.

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          Zwei Spiele, kein Treffer – die Zwischenbilanz der deutschen Fußball-Frauen beim Vier-Nationen-Turnier in den Vereinigten Staaten fällt eher mäßig aus. Doch Bundestrainerin Steffi Jones und ihre Spielerinnen gaben sich nach dem 0:0 gegen Frankreich alle Mühe, vor der letzten Partie beim SheBelieves-Cup gegen England am Dienstag (22.00 Uhr MEZ / Live bei Sport1) keine schlechte Stimmung aufkommen zu lassen. „Im Endeffekt war es ein richtig attraktives, gutes Spiel“, urteilte Jones. Einzig die Chancenverwertung passte ihr nicht: „Chancen waren en masse da, nur dieses Ding wollte nicht rein.“

          Tatsächlich verzeichneten die DFB-Frauen am Samstag in Harrison allerhand Top-Gelegenheiten gegen die Französinnen, die auch bei der EM in den Niederlanden vom 16. Juli bis zum 6. August als Rivale um den Titel gelten. Selbst einen Foulelfmeter verschoss der Olympiasieger – der Versuch der Frankfurterin Mandy Islacker (24. Minute) geriet zu unplatziert. „Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen, sonst hätten wir gewonnen“, kommentierte Jones.

          Als wirklicher Härtest kann die Partie allerdings auch nicht gewertet werden, zumal Jones im Gegensatz zum 0:1 zum Turnierauftakt gegen Gastgeber Vereinigte Staaten viele Spielerinnen aus der zweiten Reihe in die Startelf beorderte. Eine gute Partie machte die Essenerin Sara Doorsoun, auch wenn die 25-Jährige zwei hochkarätige Chancen vergab. „Wir haben wieder sehr viele positive Erkenntnisse rausziehen können“, befand die Trainerin. Doorsoun war mit ihrem fünfen Länderspiel zufrieden: „Ich kann auf dieser Leistung aufbauen.“

          Die deutsche Mannschaft reiste am Sonntag von Harrison in New Jersey weiter nach Washington, wo zum Abschluss des Turniers der Vergleich mit England ansteht. „Wir haben uns vorgenommen, das Spiel genauso zu dominieren, diesmal dann aber auch gut zu Ende zu spielen“, betonte die Wolfsburgerin Babett Peter. Fehlen wird Kathrin Hendrich. Die Verteidigerin des 1. FFC Frankfurt reiste wegen einer wichtigen Prüfung innerhalb ihres Studiums vorzeitig zurück.

          Dass das Duell mit dem Weltranglistenfünften kein Selbstläufer wird, zeigt das Zwischenranking beim SheBelieves-Cup. Die Britinnen sind nach dem 1:0-Überraschungscoup gegen Weltmeister Vereinigte Staaten mit drei Punkten Tabellenzweiter hinter Frankreich (4) und noch vor den Vereinigten Staaten (3) und dem achtmaligen Europameister Deutschland (1).

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