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0:2 in Bochum : Der VfB sagt dem Pokal Adele

  • Aktualisiert am

Bitterer Einstand: Armin Veh scheidet mit dem VfB Stuttgart aus Bild: dpa

Schlechter Einstand für Armin Veh: Der VfB Stuttgart scheitert bei der Rückkehr des Meisterstrainers beim VfL Bochum im DFB-Pokal. Simon Terodde wurde zum Helden des Tages.

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          Erstmals seit 1995 ist der VfB Stuttgart schon in der ersten Runde des DFB-Pokals gescheitert. Der Zweitliga-Spitzenreiter VfL Bochum vermasselte VfB-Trainer Armin Veh dessen Pflichtspiel-Debüt nach seiner Rückkehr gründlich und zog mit dem 2:0 (1:0)-Erfolg hochverdient in die 2. Runde des lukrativen Wettbewerbs ein. Der zweifache Torschütze Simon Terodde (9./49. Minute) besiegelte vor 22 694 Zuschauern im rewirpower-Stadion das blamable Aus des Erstligisten, der eine Woche vor dem Bundesligastart bei Borussia Mönchengladbach völlig enttäuschte.

          „Wir haben uns sehr schwer getan nach dem schnellen Rückstand. Trotzdem haben wir bis zur Pause noch ganz ordentlich gespielt“, bilanzerte Veh, der schon vorher intensiv vor den Bochumern gewarnt hatte. „In der 2. Hälfte waren wir dann nicht klar genug in unseren Aktionen. Wenn etwas schief läuft, verlieren wir zu schnell den Kopf“, kritisierte der VfB-Coach. Sein Kollege Peter Neururer war natürlich „absolut zufrieden. Man hat heute wieder gesehen, dass wir jetzt viel mehr Möglichkeiten in der Offensive haben.“

          Kompakte Bochumer

          Der nach zwei Spieltagen ungeschlagene Zweitligist aus Bochum erwischte gegen den klassenhöheren VfB einen Start nach Maß. Terodde nutzte gleich den ersten Fehler in der Schwaben-Abwehr nach einem Abspielfehler von Oriol Romeu Vidal aus und ließ dem herausstürzenden VfB-Torhüter Sven Ulreich keine Chance. Nach dem 0:1-Rückstand verstärkte das Veh-Team seine Offensivbemühungen, ohne sich aber hochkarätige Möglichkeiten zu erspielen. Zwar hatte Stuttgart jetzt mehr Ballbesitz und versuchte es immer wieder über die Außenpositionen mit Sechs-Millionen-Euro-Neuzugang Filip Kostic (links) und Martin Harnik (rechts).

          Doch Bochum stand kompakt in der Defensive und startete seinerseits immer wieder blitzschnelle und gefährliche Konter. Die beste VfB-Chance vor der Pause hatte Romeu, dessen Distanzschuss (34.) knapp am VfL-Tor vorbeizischte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff fischte auf der Gegenseite Ulreich einen Distanzschuss von Stanislav Sestak aus dem Winkel. Die knappe VfL-Führung zur Halbzeit war hochverdient. Die zweite Hälfte begann wie die erste. Nur dass Terodde für seinen zweiten Treffer diesmal nur gut drei Minuten brauchte. Eine herrliche Kombination über den fleißigen Danny Latza und Sestak schloss der Neuzugang von Union Berlin mit einem Lupfer vorbei an Ulreich überragend zum 2:0 ab.

          Pokalheld: Simon Terodde schießt den VfB Stuttgart mit dem VfL Bochum aus dem Pokal

          Die Stuttgarter gerieten mehr und mehr unter Druck und hätten in Bochum sogar böse unter die Räder kommen können. Michael Gregoritsch hatte gleich zwei gute Chancen (62./72.), das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Aber auch so feierten die Bochumer Fans ihr Team frenetisch und gingen zufrieden nach Hause. „Neben dem Sieg ist es das wichtigste, dass wir unsere Fans wieder ins Boot geholt haben“, befand Neururer.

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