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Drittligaklub Türkgücü München : Bayerische Raute neben türkischem Halbmond

Schon einmal drittklassig: Im Jahr 1988 stieg der SV Türk Gücü in die Bayernliga auf. Bild: Imago

Türkgücü München ist der erste Migrantenverein im deutschen Profifußball. Das erzeugt Vorurteile, Widerstand – und Kräfte, die an der eigentlichen Idee zerren. In München fühlt sich der Klub vergessen.

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          Als Hakan Sengöz früher durch München gelaufen ist, fühlte es sich manchmal so an, als wäre die türkische Nationalmannschaft da. Er sah die vielen Fans mit rot-weißen Flaggen, manche kamen aus München, manche von weiter weg. Sie drängelten sich durch die Straßen von Gern, einem Viertel im Norden der Stadt, hinein ins Dante-Stadion, wo sie Sucuk aßen, Ayran tranken, Fußball schauten. „Es war wie auf einem Volksfest“, sagt Sengöz. An guten Spieltagen waren 12.000 Menschen da.

          Hakan Sengöz, geboren und aufgewachsen in München, war einer von vielen, die sich damals, in den 1980er Jahren, in den SV Türk Gücü verliebten. Sein großer Bruder spielte in der A-Jugend, mit ihm schaute er der ersten Mannschaft zu. Diese stieg in die Bayernliga auf, damals die dritthöchste in Deutschland, spielte gegen den TSV 1860, ein Wahnsinn.

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