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Internationaler Fußball : Messis 500.Tor bringt keinen Sieg für Barcelona

  • Aktualisiert am

Lionel Messi kann sich trotz seines 500. Treffer nicht freuen. Bild: dpa

In Spanien schießt sich Atlético für die Bayern warm, und Barcelona hat im Titelkampf einen weiteren Rückschlag einstecken müssen. Leceister erreicht mit Glück ein Remis – und in Italien trifft ein deutscher Nationalspieler.

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          Der FC Barcelona schwächelt weiter, der Kampf um die spanische Fußball-Meisterschaft ist wieder völlig offen. Der Tabellenführer der Primera División unterlag am Sonntagabend im heimischen Stadion Camp Nou dem FC Valencia mit 1:2 (0:2) und kassierte damit in der Liga die dritte Niederlage nacheinander. Nach einem Eigentor von Ivan Rakitic (26. Minute) gelang Santi Mina (45.+1) unmittelbar vor der Pause das zweite Tor der Gäste um Weltmeister Shkodran Mustafi. Lionel Messis (63.) erstes Tor seit dem 16. März brachte den Hausherren letztlich auch nicht mehr die Wende. „Wir sind schon traurig“, meinte Rakitic: „Wir wissen, dass es jetzt nicht leicht ist, wieder zurückzukommen.“ Für Messi war es der 450. Treffer im Trikot von Barcelona, zählt man die 50 für Argentinien hinzu, kommt er auf unfassbare 500 Pflichtspieltore.

          Vier Tage nach dem Ausscheiden aus der Champions League verspielten die Katalanen damit am 33. Spieltag auch noch ihren Vorsprung in der Meisterschaft: Verfolger und Champions-League-Bezwinger Atlético Madrid ist nach dem eigenen 3:0-Sieg gegen den FC Granada wenige Stunden vor der Barça-Niederlage als Zweiter nun punktgleich. Real Madrid liegt einen Punkt hinter dem Führungsduo.

          Titelverteidiger wartet seit vier Spielen auf einen Sieg in der Liga

          Die Königlichen hatten bereits am Samstag beim FC Getafe mit 5:1 gewonnen. Im Gegensatz zu Barcelona sind beide Teams aus Madrid auch noch in der Champions League vertreten. Altético spielt im Halbfinale gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern München, Real muss gegen Manchester City und damit den künftigen Club von Bayern- und  dem ehemaligen Barcelona-Trainer Pep Guardiola antreten.

          Der FC Barcelona, bei dem Claudio Bravo gegen Valencia wieder anstelle des deutschen Torwarts Marc-André ter Stegen in der Liga zum Einsatz kam, kommt nach seiner Niederlage im Clásico gegen Real in der Liga einfach nicht mehr in Schwung. Zuvor hatte der Triplesieger 39 Pflichtspiele ohne Niederlage bestritten, der weitere Meistertitel für die Mannschaft um Messi, Neymar und Luis Suárez schien nur noch eine Formsache. Nach der 1:2 zuhause gegen Real folgten in der Primera Division aber eine 0:1-Niederlage bei Real Sociedad und nun auch noch gegen Valencia. Insgesamt wartet der Titelverteidiger seit vier Spielen auf einen Sieg in der Liga.

          Grenzenloser Jubel: Leonardo Ulla feiert seinen Treffer für Leicester. Bilderstrecke
          Grenzenloser Jubel: Leonardo Ulla feiert seinen Treffer für Leicester. :

          Spitzenreiter Leicester City hat dank eines Last-Minute-Remis gegen West Ham United seinen Vorsprung in der englischen Premier League vorerst auf acht Punkte ausgebaut. Der argentinische Profi Leonardo Ulloa verwandelte am Sonntag in der fünften Minute der Nachspielzeit einen Foulelfmeter zum 2:2 (1:0)-Endstand. Die Tottenham Hotspur können am Montag den Rückstand allerdings auf fünf Zähler verkürzen.

          Dabei sah es lange Zeit nach einem typischen Leicester-Sieg aus. Vor den Augen von Nationaltrainer Roy Hodgson erzielte Torjäger Jamie Vardy nach einem Konter über drei Stationen in der 18. Minute mit seinem 22. Saisontreffer das 1:0 für die Gastgeber. „Was ein brillantes Tor. Typisch Leicester. Typisch Vardy“, jubelte Englands frühere Nationalstürmer Gary Lineker bei Twitter.

          Ampelkarte für eine Schwalbe

          Große Aufregung dann in der 56. Minute: Vardy kam nach einem Zweikampf mit Angelo Ogbonna im Strafraum zu Fall, doch Schiedsrichter Jonathan Moss zeigte dem bereits verwarnten Angreifer wegen einer Schwalbe die Ampelkarte. „Der Platzverweis hat uns aus dem Spiel gebracht“, kommentierte Leicester-Trainer Claudio Ranieri die Situation.

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