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Eklat bei Grasshopper-Abstieg : Hosen runter!

Eine Saison zum Vergessen: Die Grasshopper Zürich um Yoric Ravet müssen den Gang in die zweite Liga antreten. Bild: Picture-Alliance

Der Schweizer „Rekordmeister“ steigt ab. Bei einem Spiel kommt es zu einem Skandal, mitverantwortet von rechtsextremen Anhängern. Die Chronik des Niedergangs von Grasshopper Zürich liest sich wie eine Provinzposse.

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          Die Fans des Grasshopper Club Zürich suhlten sich noch immer im Triumph des Spielabbruchs, den sie zuvor bereits in Sion erzwungen hatten, als sie am Sonntag in Luzern die GC-Kicker mit neuen Forderungen demütigten. „Hosen runter, Trikots her.“ Die Inszenierung des vermummten Anhangs erfolgte unter der Regie eines unverhüllten Neonazis, der vor Jahren erstmals hinter dem GC-Tor aufgetaucht war. Im März hatten die Zürcher „Blue-White-Bulldogs“ mit einem Spruchband des verstorbenen Chemnitzer Hooligans Thomas Haller gedacht: „Ruhe in Frieden“. Am Wochenende war ihrer Aktion im Stadion wieder einmal ein voller Erfolg beschieden: Sie verließen es nach dem abgebrochenen Spiel erst, als ihnen der Klub die erpressten Hemden tatsächlich aushändigte.

          Jürg Altwegg
          Freier Autor im Feuilleton.

          Die Vorfälle rund um GC sind so unvorstellbar wie der sportliche und gesellschaftliche Abstieg, den sie begleiten: Das erste und seither letzte Mal war der Traditionsverein 1949 relegiert worden. GC ist die erfolgreichste Schweizer Mannschaft, sie wurde von Hennes Weisweiler und Ottmar Hitzfeld trainiert. Günter Netzer, Giovane Elber und die legendärsten einheimischen Stürmer schossen Tore. GC war in der Wirtschaftshauptstadt der Klub der Reichen vom Zürichberg, von dem aus die Fifa über den Weltfußball regiert.

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