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Der neue Papst : Franziskus ist ein großer Fußballfan

  • Aktualisiert am

Das neue Kirchenoberhaupt ist ein großer Fußballfan: Papst Franziskus I. Bild: dpa

Der neue Papst ist ein großer Fußballfan: Jorge Mario Bergoglio begeistert sich seit seiner Kindheit für einen Klub aus Buenos Aires. Viele Argentinier hoffen bereits auf seinen Segen für die WM 2014.

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          Ganz Argentinien feiert seinen Papst Franziskus. Bei einem argentinischen Fußballklub war die Freude über die Wahl Jorge Mario Bergoglios zum neuen Kirchenoberhaupt besonders groß. Wie viele seiner Landsleute ist auch Franziskus I. ein großer Fußballfan - er bangt seit seiner Kindheit mit dem Erstligaverein Atlético San Lorenzo de Almagro.

          Vor einigen Jahren erwähnte der bisherige Erzbischof von Buenos Aires, dass er als Neunjähriger kein Spiel des Teams verpasste, welches zu dieser Zeit seinen dritten Meistertitel gewann. Derzeit steht die Mannschaft, dessen Fans sich „Santos“, die „Heiligen“ nennen, jedoch in der unteren Tabellenhälfte der argentinischen Liga. Während seiner Zeit als Erzbischof und Kardinal feierte Franziskus 2008 eine Messe zum 100. Jahrestag des Vereins. Die Spieler übergaben dem Vereinsmitglied mit der Nummer 88.235 damals ein mit ihren Autogrammen beschriftetes blau-rotes Vereinstrikot.

          „Ich bin stolz, dass der Papst Argentinier ist“

          In Medien und Internet diskutierten unmittelbar nach der Papstwahl tausende Nutzer über den Zusammenhang von Religion und Fußball: Beim Kurznachrichtenportal Twitter hofften einige User, der Segen des argentinischen Papstes könnte sich positiv auf das Abschneiden der Nationalmannschaft bei der WM 2014 auswirken, die ausgerechnet im Land des großen südamerikanischen Rivalen Brasilien stattfinde.

          Auch Fußballweltverbandspräsident Joseph Blatter verschickte via Twitter Glückwünsche an Franziskus und freute sich, „dass Sie ein Fußballfan sind.“ Argentiniens Nationalstürmer Gonzalo Higuain von Real Madrid twitterte: „Ich bin stolz, dass der Papst Argentinier ist. Eine große Nachricht, dass so eine wichtige Person unser Land repräsentiert.“ Und auch Javier Pinola vom 1. FC Nürnberg reagierte stolz auf die Benennung seines Landsmannes zum Papst.

          „Göttllich“ - aber nicht päpstlich: Lionel Messi
          „Göttllich“ - aber nicht päpstlich: Lionel Messi : Bild: AP/dpa

          Argentiniens Fußball-Messias Lionel Messi hielt sich derweil zunächst mit Äußerungen über die Papstwahl zurück. Dafür wurde der dreimalige Weltfußballer nach seiner Gala beim 4:0 des FC Barlenona gegen den AC Mailand in der Champions League von der Sportzeitung „El Mundo Deportivo“ selbst als „göttlich“ gefeiert. Und das Satiremagazin „Titanic“ witzelte, sogar der Papst habe den Namen „Messi I.“ annehmen wollen, sei damit aber bei den Kardinälen nicht durchgekommen.

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