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Sorgen bei Inter Miami : Die vielen Probleme des David Beckham

  • -Aktualisiert am

Auf Inspektionsreise: David Beckham spricht mit Luis Robles von seinem Team von Inter Miami. Bild: AFP

Nach langem Vorlauf startet Inter Miami, der Klub des früheren englischen Fußballstars, in der amerikanischen Liga. Doch der Streit mit Inter Mailand um den Namen ist nur eines der Übel, unter denen David Beckham leidet.

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          Das Emblem ist ein kleines, kreisrundes Konvolut aus mehreren Ideen. Das auffälligste Element: Die beiden weißen Reiher Rücken an Rücken, die ihre dünnen Beine ganz zart zu den Umrissen des Buchstabens M verschränkt haben. Erst bei genauem Hinsehen entdeckt man am Rand den Schriftzug, den offiziellen Namen des Projekts. Es nennt sich „Club International de Futból“. Weil so etwas selbst in einem Teil der Vereinigten Staaten, der von zahlreichen Wellen spanischsprachiger Einwanderer geprägt wurde, eher aufgebügelt klingt, fasste man allerdings von Anfang an eine etwas griffigere Bezeichnung ins Auge: Inter Miami FC. Das Ganze präsentierte Initiator David Beckham bereits vor anderthalb Jahren stolz in den sozialen Medien. Garniert mit jenem Werbesprech, der keinem Fußballer auf der Welt so lässig über die Zunge rollt wie ihm. Der Name stehe für „die unglaubliche Energie“ und den „vielfältigen, leidenschaftlichen und ehrgeizigen“ Charakter einer der „aufregendsten Städte der Welt“.

          Was diese Energie alles freizusetzen vermag, scheint der 44-Jährige, der in seiner Profikarriere als Werbepartner weltberühmter Lifestyle-Marken neue Maßstäbe der Selbstvermarktung gesetzt hat, nicht geahnt zu haben. Der neue Klub wird zwar von Sonntag an, wenn die neue Saison der Major League Soccer angepfiffen wird, zum Kreis der nunmehr 26 Mannschaften gehören. Miami beginnt die Spielzeit mit einer Partie beim L.A. FC an diesem Sonntag (23.30 Uhr MEZ bei DAZN) . Aber möglicherweise steht schon bald eine Änderung des Namens ins Haus. Der Grund: Niemand anderer als F. C. Internazionale Milano S.p.A., inzwischen mehrheitlich im Besitz von Zhang Jindong, einem der reichsten chinesischen Unternehmer, war bereits 2014 beim Patentamt in Washington mit einer markenrechtlichen Anmeldung vorstellig geworden. Eintragungen in dieses Register gewährt Unternehmen einen gewissen Schutz davor, dass andere Akteure in derselben Branche den Namen ebenfalls nutzen und dadurch wirtschaftlich verwässern können.

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