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Englands Ikone in Miami : Beckhams Pläne für den „Friedhof des Fußballs“

  • -Aktualisiert am

David Beckham will Miami auf die amerikanische Fußball-Landkarte bringen. Bild: AFP

„Fußball hat hier noch nie funktioniert“: Ausgerechnet in Miami will die englische Ikone einen neuen Klub gründen. Doch es gibt Widerstand gegen David Beckham und sein Projekt.

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          Es gibt keine Gebrauchsanleitung dafür, wie man in einem Land von der Größe der Vereinigten Staaten ein Unternehmen auf die Beine stellen kann, das von zwei völlig unterschiedlichen Bausteinen lebt: von einer aus dem Ausland importierten Idee und von einem Herstellungsprozess made in America. Weshalb der Profi-Fußball in der amerikanischen Diaspora schon viel Geld verbrannte und trotzdem regelmäßig auf der Strecke blieb. Man muss gar nicht bis in die siebziger Jahre zurückgehen, als das bengalische Feuer einer Liga mit Weltstars wie Pelé, Johann Cruyff und Franz Beckenbauer aufflackerte und wieder verlosch. Die Erinnerung an das Lockhart Stadium in Fort Lauderdale, wo Lothar Matthäus 2000 sein erstes Spiel unter dem Banner der Major League Soccer austrug, ist mindestens ebenso frisch.

          „Soccer is good in America“, sagte Matthäus damals. Wie gut? Schon zwei Jahre später war der gastgebende Klub Miami Fusion einer Kernschmelze zum Opfer gefallen und verschwand von der Landkarte. Und die Gegend im Süden Floridas hatte mehr bestätigt, was Tim Elfrink, Chefredakteur der „Miami New Times“, mal so beschrieben hat: Trotz eines Bevölkerungsmixes mit Millionen von Einwanderern aus Mittel- und Südamerika, die sich für Soccer interessieren, sei Miami „ein Friedhof für Profi-Fußball“. Keiner weiß genau, wie viele Klubs bereits gescheitert sind. Nur so viel: „Fußball hat hier noch nie funktioniert.“

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