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EM-Qualifikation : Das verpatzte Comeback des Cristiano Ronaldo

  • Aktualisiert am

Blieb erfolglos vor dem Tor: Cristiano Ronaldo Bild: AFP

Rund neun Monate nach seinem letzten Spiel im Nationaltrikot bleibt der Portugiese beim 0:0 gegen die Ukraine erfolglos. Frankreich und England gewinnen souverän. Eine schlechte Nachricht kommt von einem Bayern-Profi.

          Titelverteidiger Portugal ist beim Comeback von Cristiano Ronaldo mit einer Enttäuschung in die Qualifikation für die EM 2020 gestartet. Gegen starke Ukrainer kam der Europameister nur zu einem torlosen Remis. Anders dagegen Weltmeister Frankreich und England. Frankreich siegte ohne den verletzten Bayern-Stürmer Kingsley Coman in Moldau 4:1 (3:0). Die Engländer kamen gegen Tschechien zu einenm 5:0-Kantersieg. Vor allem Raheem Sterling sorgte mit drei Treffern und einem herausgeholten Elfmeter für einen unterhaltsamen Abend im Wembley-Stadion.

          Die erste große Szene im Estadio da Luz fand ohne den fünfmaligen Weltfußballer Ronaldo statt, der erstmals seit der WM wieder für Portugal spielte. Nach einer Flanke von der rechten Seite köpfte William Carvalho (17.) den Ball am langen Pfosten aus gut sechs Metern ins Tor. Doch wegen einer Abseitsstellung wurde die Führung zurückgepfiffen. Sechs Minuten später hatte der 34-jährige Ronaldo,  der nach der WM von Real Madrid zu Juventus Turin gewechselt war,  seinen Treffer Nummer 86 auf dem Fuß. Doch Ukraine-Keeper Andrej Pjatow konnte per Fußabwehr retten.

          Auch in Halbzeit zwei verhinderte der Gäste-Kapitän die Führung der Portugiesen, als er einen Schuss von André Silva (57.) von der Strafraumgrenze aus dem rechten, oberen Eck holte.

          Weltmeister Frankreich benötigte in Moldawien nur zwölf Minuten, um die Begegnung zu entscheiden. In der 24. Minute eröffnete Superstar Antoine Griezmann mit einem Volleyschuss aus vollem Lauf den Torreigen. Drei Minuten später traf Raphael Varane per Kopf nach einer Griezmann-Ecke. Olivier Giroud erhöhte mit einem Drehschuss (36.) zum 3:0 und erzielte sein 34. Länderspieltor. Damit rückte er in der ewigen Bestenliste der Équipe Tricolore auf Rang drei vor. Das 4:0 markierte Kylian Mbappé in der 87. Minute, ehe Vladimir Ambros (89.) verkürzte.

          Bayern-Stürmer Coman musste wegen Schmerzen im unteren Rückenbereich nach dem Aufwärmen sein Comeback verschieben. Der 22-Jährige wurde daher kurz vor dem Anpfiff durch Blaise Matuidi ersetzt. Der Außenstürmer hat wegen diverser Verletzungen seit November 2017 nicht mehr für Frankreich gespielt und daher auch den WM-Titelgewinn in Russland verpasst.

          Die Engländer erwischten im Wembley-Stadion einen Start nach Maß. Der von Trainer Gareth Southgate von Beginn an gebrachte Dortmunder Jadon Sancho legte von halbrechts gut auf den mitlaufenden Raheem Sterling auf, der den Ball zur Führung nur ins leere Tor schieben musste (24.). Nach einem Foul an Sterling im Strafraum verwandelte Harry Kane (45.+2) für die Three Lions zur 2:0-Halbzeitführung. Nichts ging diesmal ohne Sterling: Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler von Manchester City erhöhte mit einem Doppelschlag (62./68.) zum Endstand. Nach 70 Minuten durfte er vom Platz. Für ihn kam der vom FC Bayern umworbende Callum Hudson-Odoi.

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