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Darmstadt im DFB-Pokal : Viel spricht nicht für die „Lilien“

  • -Aktualisiert am

Ohne besonderen Eindruck bei der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel in Kiel: Darmstadts Coach Markus Anfang Bild: dpa

Um künftig besser gewappnet zu sein, leiht Darmstadt 98 kurz vor Ende der Transferperiode Mittelfeldspieler Samuele Campo vom FC Basel aus. Im DFB-Pokal sind die „Lilien“ nun bei Holstein Kiel gefordert.

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          Es wäre mal wieder der Zeitpunkt für ein Glanzlicht in der Vereinsgeschichte des SV Darmstadt 98. Nach der Aneinanderreihung von Highlights zwischen 2014 und 2017, als sich der Klub schnurstracks von der dritten in die erste Liga aufmachte und dort zwei Jahre verblieb, sind die sich in der zweiten Liga seitdem mit Abstiegssorgen plagenden „Lilien“ kaum noch von überregionalem Interesse. Sieht man einmal von dem verunglückten Engagement von Weltmeister Kevin Großkreutz am Böllenfalltor ab.

          DFB-Pokal

          An diesem Dienstag (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zum DFB-Pokal sowie bei Sky) wäre die Gelegenheit, auf gehobenem Niveau in Erscheinung zu treten. Beim Ligakonkurrenten Holstein Kiel winkt der Sprung ins DFB-Pokal-Viertelfinale. Letztmals zogen die Südhessen in der Bundesligasaison 2015/16 ins Pokal-Achtelfinale ein, in der Runde der letzten acht standen sie überhaupt erst einmal – 1987.

          Trainer Markus Anfang ließ aber am Montag die Gelegenheit verstreichen, echtes Darmstädter Pokalfieber zu entfachen oder auch nur zu transportieren. Der Fußballlehrer sprach eher routiniert über das Match bei seinem einstigen Klub, wo er zwischen 2016 und 2018 den Aufstieg in die zweite Liga und beinahe auch in die erste Liga (Niederlage in der Relegation) schaffte. Weder wirkte Anfang sonderlich kämpferisch, noch beanspruchte er eine Außenseiterrolle bei den formstarken Kielern, aus der heraus man erfahrungsgemäß noch ein paar Extrapunkte an Leidenschaft aus seinen Profis herauskitzeln könnte.

          „Wir können jede Mannschaft so bespielen, dass wir das Spiel für uns entscheiden können“, sagte Anfang. Aber wer die „Lilien“ in die Rolle des Underdogs rücken wolle, könne dies gerne tun, so der 46-Jährige weiter. Und dann zählte er auf, was für die Holsteiner spricht: Sie hätten 14 Punkte in der Liga mehr als die Darmstädter; sie seien eine gute Mannschaft; sie hätten in der Pokalrunde zuvor den FC Bayern bezwungen; sie hätten ein Heimspiel.

          Dazu sind die Darmstädter Erinnerungen an die Kieler frisch und ungut zugleich. Im Ligavergleich setzten sich die Norddeutschen vor zehn Tagen am Böllenfalltor 2:0 durch. „Ihre Spielanlage kennen wir, sie ähnelt der Darmstädter“, sagte Anfang. Nur dass bei den Kielern der einst von Anfang weiterentwickelte, auf Ballbesitz fußende Spielansatz längst von allen verinnerlicht ist. Während der SVD erst seit Saisonbeginn auf diese Spielweise umgepolt werden musste – was schon einige (nicht unerwartete) Rückschläge mit sich gebracht hat. Von 19 Zweitligapartien verloren die „Lilien“ neun.

          Um künftig besser gewappnet zu sein, hat der Klub kurz vor Ende der Transferperiode Mittelfeldspieler Samuele Campo vom FC Basel ausgeliehen. Der 25 Jahre alte Schweizer kommt bis Saisonende, wie die „Lilien“ am Montag mitteilten. Wegen der pandemiebedingten Einreisebestimmungen kann Campo frühestens Ende dieser Woche ins Mannschaftstraining einsteigen.

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