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Titel in Nations League : Die doppelte Botschaft des Cristiano Ronaldo

Der nächste Pokal für Cristiano Ronaldo: Portugal gewinnt die Nations League. Bild: AP

Beim Sieg über die Niederlande spielt Portugals Star auf dem Rasen nur eine ungewohnte Nebenrolle. Dafür richtet er sich danach an die Nation, ja an die ganze Welt – und versucht es mit einer kuriosen Avance an einen Gegenspieler.

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          Die Bühne mochte nicht die größte sein, die der Fußball zu bieten hat. Dafür eine nagelneue. Und so nutzte Cristiano Ronaldo den Abend, an dem er als Kapitän, also quasi als Königsersatz Portugals mit dem Gewinn der Nations League seinem Land einen zweiten Titel nach dem EM-Sieg 2016 bescherte, zu einer doppelten Botschaft. Die erste richtete sich an die Nation, ja an die ganze Welt, ihr Inhalt: Das war noch lange nicht alles.

          Nations League
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          Christian Eichler

          Sportkorrespondent in München.

          „Dieses Team hat großes Potential, junge Spieler, die reifer und besser werden“, sagte er, „das Potential, weitere Trophäen zu gewinnen“. Nicht zuletzt: dank seiner Hilfe, obwohl Ronaldo beim Endspielsieg über die Niederlande in Porto nur eine ungewohnte Nebenrolle spielte. Der Freistoß, zu dem er kurz vor Schluss in der gewohnten Revolverheld-Pose antrat, während die Fans erwartungsvoll seinen Namen skandierten, setzte er diesmal, anders als im Halbfinale gegen die Schweiz, neben das Tor. Dieses kleine Malheur änderte nichts am großen Plan. „Ich will Teil dieses Projekts sein“, verkündete er. „Ich fühle mich in der Lage, dem Nationalteam zu helfen.“ Der König denkt noch nicht ans Abdanken.

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