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Coronavirus und der Fußball : Die Masken fallen

So könnte es auch am Donnerstag aussehen: Eintracht-Fans bei einem Spiel in der Europa League, hier im August 2019 Bild: EPA

Auch das Milliardengeschäft Fußball ist nicht immun gegen das Virus. Doch den Entscheidern fehlt die Haltung. Ihr Verhalten ist realitätsfern und absurd.

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          An diesem Donnerstagabend sollte es voll werden in der ausverkauften Frankfurter Fußball-Arena. 47.000 Zuschauer wurden zum Spiel gegen den FC Basel in der Europa League erwartet – trotz des Coronavirus. Das erklärte das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Mittwochvormittag. Es setzte sich damit hinweg über das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, das am Dienstag empfohlen hatte, Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen abzusagen. Das Ministerium folgte den Einschätzungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sowie des Robert-Koch-Instituts. Am Abend folgte die Kehrtwende in Frankfurt: Die Zuschauer müssen doch vor dem Stadion bleiben.

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          Der Fall aber beweist eines: Viele haben noch immer nicht verstanden, worum es geht. Nicht um Fußball jedenfalls. Auch das Milliardenbusiness ist nicht immun gegen das Virus. Dessen Ausbreitung schreitet mancherorts so schnell voran, dass das Gesundheitssystem ob der Last vor einer erheblichen Bewährungsprobe steht. Deshalb geht es darum, Infektionsketten zu unterbrechen, die Alten und Schwachen zu schützen, Zeit zu gewinnen. Das jedenfalls ist es, wozu Virologen raten. Nicht nur in Deutschland, auch in Italien, Frankreich oder Spanien, wo Fußballspiele für die kommenden Wochen entweder abgesagt worden sind oder ohne Zuschauer gespielt werden.

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