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Dänisches Pokalfinale : Spielunterbrechung wegen Verstoßes gegen Corona-Regeln

  • Aktualisiert am

Da war alles noch auf Abstand: Das Modell Aarhus mit virtuell zugeschalteten Fans. Bild: AFP

Kaum erlaubt die dänische Regierung eine größere Zahl an Zuschauern in Fußballstadien, kommt es zu ersten Zwischenfällen: Der Schiedsrichter unterbricht das Pokalfinale, weil Fans nicht genug Abstand hielten.

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          Das dänische Pokalfinale am Mittwochabend in Esbjerg musste für 13 Minuten unterbrochen werden, weil sich einige Zuschauer nicht an die Corona-Regeln hielten. Bei dem Spiel zwischen Aalborg BK und Sonderjyske standen einige Fans zu dicht zusammen. Nach mehreren vergeblichen Aufforderungen des Stadionsprechers, einen Meter Abstand voneinander zu halten, brach der Schiedsrichter das Spiel dann vorübergehend ab.

          Mehr als 40 Aalborg-Fans, die auch Bengalos gezündet hatten, wurden von der Polizei aus dem Stadion eskortiert und in einem Bus wegfahren. Nach Angaben des Aalborg BK hatte das Spiel rund 1750 Zuschauer. „Das ist verdammt ärgerlich. Wir distanzieren uns auf das Schärfste", sagte AaB-Klubdirektor Thomas Baelum dem Ekstrabladet. 

          Die dänische Regierung hatte erst am Dienstag grünes Licht für mehr Zuschauer in den Stadien gegeben. Kulturministerin Joy Mogensen sagte: „Es ist sehr ärgerlich, dass ein Teil des Publikums nicht respektiert, dass diese Regeln da sind, um uns alle zu schützen. Ich hoffe, dies ist ein Signal an alle im Publikum.“

          Schon am Wochenende sollen in manchen Stadien wie bei Rekordmeister FC Kopenhagen wieder mehr als 10.000 Fans ins Stadion kommen dürfen, für den Spätsommer hofft die Liga auf volle Auslastung. Der frühere Aalborger Anders K. Jacobsen entschied die Begegnung per Doppelpack für Sönderjyske. Über den ersten Cupsieg des Klubs durfte sich auch der ehemalige Bundesliga-Profi Sebastian Mielitz (Bremen, Freiburg, Fürth) freuen, der das Tor des Außenseiters hütete.

          Gerade in Dänemark hatte zuvor in Aarhus ein Verein für Aufmerksamkeit gesorgt, als er in der Corona-Krise Fans ermöglicht, sich per Zoom auf LED-Leinwände ins Stadion einzuspielen und mit denkbar sicherstem Abstand dennoch dabei zu sein.

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