https://www.faz.net/-gtl-9y5o1

Neuer Ärger in Premier League : Englische Fußball-Profis kürzen Gehälter weiter nicht

  • Aktualisiert am

Verzichtet er auch freiwillig auf Gehalt? Noch bezieht Manchester-Profi Leroy Sané volle Bezüge. Bild: dpa

Der Druck aus der Politik wächst und wächst. Doch noch immer erklären sich die Profis der Premier League nicht zu Gehaltskürzungen bereit, während Vereinsmitarbeiter teilweise zu Kurzarbeit gezwungen sind.

          1 Min.

          Anders als in Deutschland, Spanien und Italien haben sich die englischen Fußball-Profis in der Corona-Krise immer noch nicht zu Gehaltskürzungen bekannt. „Wir sind uns der öffentlichen Meinung bewusst, dass die Spieler die Gehälter von nicht spielenden Mitarbeitern zahlen sollten“, teilte die Spielergewerkschaft PFA mit. „Unsere derzeitige Position ist jedoch, dass Vereine – wenn sie es sich leisten können, ihre Spieler und Mitarbeiter zu bezahlen – dies tun sollten.“ Am Donnerstagabend waren Gespräche mit der Premier League über dieses Thema ergebnislos beendet worden.

          Der Vorwurf der PFA: während die Spieler auf Gelder verzichten sollen, würden die Anteilseigner der Klubs verlustfrei durch die Krise kommen und als Einzige von dem Verzicht profitieren. „In den Fällen, in denen die Vereine genügend Mittel haben, ihre Mitarbeiter zu bezahlen, wird die Maßnahme von Spielern, die Gehälter der nicht spielenden Mitarbeiter zu übernehmen, nur den Shareholdern zu Gute kommen.“

          Britischer Gesundheitsminister äußert sich

          Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hatte die Premier-League-Spieler aufgefordert, Gehaltskürzungen zuzustimmen. In der Bundesliga sowie in Spanien und Italien verzichten viele Spieler auf Teile ihres Gehaltes, damit Klub-Mitarbeiter in der fußballfreien Zeit weiter bezahlt werden können und nicht ihren Job verlieren.

          Zuvor war bekannt geworden, dass die 550 Mitarbeiter des Champions-League-Vorjahresfinalisten Tottenham Hotspur im April und Mai auf 20 Prozent ihres Gehalts verzichten müssen. Derweil haben die Trainer Eddie Howe vom AFC Bournemouth und Graham Potter von Brighton & Hove Albion beschlossen, freiwillig auf Teile ihres Gehalts zu verzichten.

          Das Thema sollte am Freitag von den 20 Premier-League-Klubs diskutiert werden. Nach Informationen des britischen Senders Sky Sport News gibt es den Vorschlag, dass Spieler vorerst auf bis zu 25 Prozent ihres Gehalts verzichten. Das Geld könnten sie komplett oder teilweise erstattet bekommen, wenn die Premier League vor Publikum oder hinter verschlossenen Türen fortgesetzt wird. Der Spielbetrieb in England ist vorerst bis zum 30. April unterbrochen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Gut gelaunt mit amerikanischen Soldaten am Truppenstützpunkt Ramstein: Amerikas Präsident Donald Trump im Jahr 2018.

          Trumps Abzugspläne : Ein weiterer Tiefschlag

          Sollten Tausende amerikanische Soldaten Deutschland verlassen, würde das vor allem dem Pentagon selbst zu schaffen machen. Für das transatlantische Verhältnis aber verheißt es nichts Gutes.

          Solidarität mit George Floyd : Gemeinsam gegen Rassismus

          In Deutschland protestieren Zehntausende in mehreren Großstädten gegen Rassismus und Polizeigewalt. Allein in München gehen mehr als 25.000 Menschen auf die Straße. Auch in anderen Ländern kommt es zu Protesten – entgegen der Empfehlung der Behörden.
          Nicht nur Gnabry (links) und Goretzka trafen für den FC Bayern in Leverkusen.

          4:2 in Leverkusen : Der FC Bayern ist eine Klasse für sich

          Die Münchner meistern die wohl größte Hürde, die auf dem Weg zum Titel noch zu nehmen war, mit dem klaren Sieg in Leverkusen souverän. Die fußballerische Perfektion erinnert an die besten Phasen unter Pep Guardiola.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.