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Corona-Fall beim DFB-Team : Quarantäne für Hofmann und Halstenberg

  • Aktualisiert am

Die Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Mittwoch beim Training in Duisburg Bild: EPA

Am Spieltag gibt es im deutschen Fußball-Nationalteam einen positiven Corona-Test. Es ist der erste Fall im Kreis der DFB-Elf. Die Partie gegen Island am Abend soll aber wie geplant stattfinden.

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          Die Fußball-Nationalspieler Jonas Hofmann und Marcel Halstenberg müssen sich nach einem positiven Corona-Test von Hofmann beim DFB-Team in Quarantäne begeben. „Neben dem positiv auf Covid-19 getesteten Nationalspieler Jonas Hofmann muss auf Anweisung des Gesundheitsamts Düsseldorf zusätzlich noch Marcel Halstenberg, der im Rahmen der Kontaktverfolgung als Kontaktperson der Kategorie 1 eingestuft wurde, im Quartier des DFB-Teams in Quarantäne“, hieß es in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bunds am Donnerstag.

          Fußball-Länderspiele

          Vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Island (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur WM-Qualifikation und bei RTL) war beim DFB-Team ein PCR-Test positiv ausgefallen. Beide Profis werden nun nach Rückkehr in ihre Heimatorte isoliert. „Alle weiteren Spieler sowie das Team hinter dem Team wurden am Donnerstag erneut negativ getestet“, teilte der DFB weiter mit. Die medizinische Abteilung des DFB hatte nach Bekanntwerden des positiven Resultats eine neue Reihe von Antigen-Schnelltests bei allen Spielern, dem Trainerstab und dem gesamte Betreuerteam vorgenommen. Das erste Länderspiel des Jahres 2021 kann somit am Donnerstag in Duisburg angepfiffen werden.

          Hofmann von Borussia Mönchengladbach und Halstenberg von RB Leipzig stehen auch für die folgenden WM-Ausscheidungsspiele am Sonntag in Bukarest gegen Rumänien und drei Tage später wieder in Duisburg gegen Nordmazedonien nicht zur Verfügung. Bundestrainer Joachim Löw muss nun alle drei Qualifikationsspiele mit nur noch 23 Akteuren angehen, darunter 19 Feldspielern. Zumindest gegen Island reduzierte sich diese Zahl noch um die angeschlagenen Defensivakteure Niklas Süle und Robin Gosens. Womöglich muss Löw nun nachnominieren.

          „Es gibt keine Hektik“

          „Diese Nachricht ist natürlich so kurz vor dem Spiel bitter – für die Trainer und die gesamte Mannschaft“, äußerte DFB-Direktor Oliver Bierhoff. „Aber wir sind guter Dinge, dass es bei diesem einzigen Fall bleiben wird, da wir bislang alle Hygienemaßnahmen sehr diszipliniert durchgeführt haben. Selbstverständlich werden wir sämtliche Vorgaben der Behörden umsetzen“, sagte der 52-Jährige. Grittner verwies auf vorbereitete Abläufe für eine solche Situation: „Es gibt feste Abläufe und Abstimmungen. Es gibt keine Hektik. Das läuft unaufgeregt“, sagte der Nationalmannschafts-Sprecher. Die Vorbereitungen auf das Spiel sollten wie geplant fortgesetzt werden.

          Nach Verbandsangaben hatten die am Tag vor dem Spiel durchgeführten PCR-Testungen der Spieler und des Betreuerstabes im Teamhotel ein positives Ergebnis ergeben. Die Ergebnisse erhielt der Verband am Morgen des Spieltags. Bei der Anreise ins DFB-Quartier am Montag mussten alle Nationalspieler einen negativen Test vorweisen. Die Trainer und Betreuer waren vorab sogar zweimal getestet worden. Seit der Zusammenkunft gab es für jedes Mitglied in der DFB-Blase zwei weitere PCR-Tests sowie einen Antigen-Schnelltest.

          Bei den bislang acht ausgetragenen Länderspielen während der Virus-Pandemie hatte es bei der Nationalelf keinen Corona-Fall gegeben. Das 3:1 in der Nations League gegen die Ukraine Mitte November in Leipzig konnte trotz mehrerer positiver Testergebnisse beim Gegner ausgetragen werden. Bierhoff hatte bei der Zusammenkunft in Düsseldorf nochmals auf die strengen und sogar im Vergleich zu den Länderspielen im vergangenen Herbst weiter verschärften Schutzmaßnahmen hingewiesen. „Ich hoffe, dass wir wie im letzten Jahr das ohne Corona-Fall durchstehen“, sagte er. Die Hoffnung hielt nur bis zum vierten Tag.

          Extra Maßnahmen für „Engländer“

          Bierhoff berichtete von getrennten Plätzen beim Essen und im Mannschaftsbus sowie ständigem Masketragen, auch bei den Team- und Gruppensitzungen. Für die fünf aus England angereisten Profis um Ilkay Gündogan von Manchester City gab es sogar extra Maßnahmen wie separate Essenstische und Fahrten in einem eigenen Kleinbus. Nur bei den Trainingseinheiten vor dem Island-Spiel waren die Akteure auf dem Platz zusammen, zuletzt am Mittwoch im Stadion in Duisburg. DFB-Teamarzt Tim Meyer ist als Leiter der Taskforce Sportmedizin auch für das Hygienekonzept der Bundesligen verantwortlich.

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