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Kanzlerin in Corona-Krise : Merkel und das Herz eines Champs

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Das waren noch Zeiten: Angela Merkel und Joachim Gauck jubeln über Mario Götzes Tor im WM-Finale 2014 in Rio de Janeiro. Bild: dpa

Die Bundeskanzlerin braucht in der Corona-Krise sehr vieles, was auch gute Leistungssportler haben. Während die Athleten in aller Welt stillstehen, ist es nun Angela Merkel, die besondere Fähigkeiten beweist.

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          In diesen aufreibenden Zeiten kommen uns immer wieder die vielen Bilder von Angela Merkel in den Sinn, die sie als Zuschauerin im Fußballstadion zeigen. Das heißt, man darf schon sagen: als Fan. Extrem aufmerksame Beobachter können vielleicht sogar sagen, welche Blazer-Farbe der Bundeskanzlerin zu welchem Spiel der Nationalmannschaft gehört.

          Wir wissen zumindest eines: Den knallroten trug sie 2014 in Rio de Janeiro, als sie zusammen mit dem damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck Zeugin wurde, wie die deutsche Elf im Endspiel gegen Argentinien Weltmeister wurde. Die fast mädchenhafte Begeisterung, von der die Bundeskanzlerin erfasst wird, wenn sie beim Fußball ist, lässt sich nicht spielen, die ist echt und jedes Mal wieder schön.

          Warum wir ausgerechnet jetzt mit so etwas Nebensächlichem anfangen? Weil ihre Tage jetzt so anders sind. Sie braucht dafür sehr vieles, was auch gute Leistungssportler haben: die Fähigkeit zur schnellen, nüchternen Chancen-Analyse zum Beispiel. Zähe Ausdauer. Und eine kompetente Entourage. Während die Athleten in aller Welt stillstehen, ist nun sie es, die das Herz eines Champs beweist.

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