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Rote Karte für Weltstar Neymár : „Sie wenden die Regeln gegen mich an“

  • Aktualisiert am

Rote Karte beim Abgang: Neymár (l.) ist bei seinem Platzverweis schon fast in der Kabine Bild: dpa

Schläge, Tritte, wüste Beschimpfungen: In einer überaus harten Partie siegt Kolumbien bei der Copa América zum ersten Mal seit 24 Jahren gegen Brasilien. Bei der Seleção sieht ausgerechnet Superstar Neymár nach dem Abpfiff die Rote Karte.

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          In einer hart geführten Partie hat die kolumbianische Fußball-Nationalmannschaft in der Südamerika-Meisterschaft Copa América überraschend Brasilien mit 1:0 geschlagen. Für die Kolumbianer war es der erste Sieg gegen die Seleção seit 24 Jahren.

          Das Tor für die Cafeteros erzielte Verteidiger Jeison Murillo am Mittwoch in der 35. Minute vor 44.000 Zuschauern im Estadio Monumental in Santiago de Chile. Damit brach Kolumbien die Erfolgsserie der Brasilianer, die seit der Übernahme von Nationaltrainer Carlos Dunga in elf Spielen ungeschlagen waren.

          Wilde Rangelei nach dem Schlusspfiff

          Doch damit nicht genug: Nachdem Brasiliens Superstar Neymar quasi mit dem Schlusspfiff dem Kolumbianer Pablo Amero mit Absicht den Ball hart in den Rücken schoss, entstand eine wilde Rangelei, in der sich Spieler beider Teams gegenseitig schubsten und beschimpften. Für ihre dabei gezeigten Unbeherrschtheiten sahen sowohl Neymár – der nicht rechtzeitig in der Kabine verschwinden konnte – als auch Kolumbiens Carlos Bacca die Rote Karte.

          Nach der Partie beschwerte sich der Fußballstar über die Schiedsrichter des Turniers: „Sie wenden die Regeln gegen mich an“, protestierte der 23-Jährige. Bezüglich seiner Roten Karte erklärte Neymár, er sei zuvor geschubst worden. Die Tumulte nach dem Schlusspfiff erhalten dadurch noch einmal größere Brisanz, da sich Neymár im WM-Viertelfinale im vergangenen Jahr ebenfalls in einer hart geführten Partie gegen Kolumbien nach einem brutalen Foul einen Wirbel brach, für das Halbfinale gegen Deutschland ausfiel und sein Land in ein Tal der Tränen stürzte.

          Auch der Kolumbianer Bacca wird noch nach dem Schlusspfiff des Feldes verwiesen Bilderstrecke
          Auch der Kolumbianer Bacca wird noch nach dem Schlusspfiff des Feldes verwiesen :

          Die Kolumbianer stiegen gleich zu Beginn der Partie hart in das Spiel ein, Brasilien hielt lange entschlossen dagegen. Trotz guter Aktionen von Neymar, Fred, Willian und Firmino kam die Seleção allerdings nicht zum Abschluss.

          James Rodríguez und Juan Cuadrado setzten der brasilianischen Verteidigung zu und spielten immer wieder Chancen heraus. Nach dem Führungstreffer dominierten die Kolumbianer das Spiel. Die größte Torchance für die Brasilianer endete mit einem Handspiel von Neymar. Dafür sah er seine zweite Gelbe Karte. Wie lange Neymár nach seinem Platzverweis nun jedoch gesperrt wird, ist noch unklar. „Der Ball ist an meine Hand geprallt“, verteidigte sich der Star des FC Barcelona und kritisierte nochmals den Schiedsrichter: „So etwas passiert, wenn ein schwacher Schiedsrichter eingesetzt wird.“

          Brasiliens Trainer Dunga kritisierte, dass seine Spieler sich provozieren ließen. „Brasilien muss spielen, nicht in den Krieg ziehen“, sagte er. Für das Team von Coach José Pekerman war der Sieg dagegen ein Befreiungsschlag, nachdem es das erste Spiel ausgerechnet gegen die Nachbarn aus Venezuela verloren hatte. „Wir wussten, dass Brasilien eine sehr gefährliche Mannschaft ist, aber wir haben nie an unseren Fähigkeiten gezweifelt“, sagte Mittelfeldspieler Carlos Sánchez nach dem Abpfiff.

          Brasilien und Kolumbien stehen nun mit jeweils drei Punkten gemeinsam mit Venezuela an der Spitze der Gruppe C. Am Donnerstag trifft Venezuela in Valparaíso auf Peru, das bisher noch keinen Punkt geholt hat.

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