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Copa América : Ein Messi macht noch keinen Auftaktsieg

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Messi am Boden? Immerhin trifft er mit einem Freistoßtor für Argentinien. Bild: AFP

Bei der umstrittenen Copa América schießt Messi zwar einen Traumtor gegen Chile, zum Sieg reicht es dennoch nicht. Überschattet wird das Turnier von weiteren Corona-Fällen.

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          In ihrer ersten Partie bei der Copa América hat die argentinische Nationalmannschaft um Lionel Messi dem Team aus dem Nachbarland Chile nur ein Unentschieden abringen können. Messi (33.) selbst setzte mit einem spektakulären Freistoß in den Torwinkel den sportlichen Höhepunkt des zweiten Spieltages. Eduardo Vargas glich in der 57. Minute für Chile aus. Der argentinische Torwart Emiliano Martínez hatte zuvor einen Strafstoß des früheren Bayern-Spieler Arturo Vidal noch pariert, doch dann traf der ehemalige Hoffenheimer Vargas per Kopf zum 1:1.

          Der Stuttgarter Nicolas Gonzalez nutzte keine seiner vier Großchancen. Auch der Mitte des zweiten Durchgangs eingewechselte Leverkusener Exequiel Palacios konnte nicht mehr für Aufwind sorgen. Argentinien wartet seit 28 Jahren auf einen Triumph bei großen Turnieren. 1993 gewann die „Albiceleste“ zuletzt die Copa – in den Copa-Finals 2015 und 2016 hatte der 14-malige Titelträger jeweils im Elfmeterschießen gegen Chile verloren.

          Argentinien und Chile waren erst vor knapp zwei Wochen in der Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Qatar aufeinander getroffen. Auch die Partie in Santiago del Estero endete mit einem 1:1-Unentschieden. „Es hat an Ruhe gefehlt“, räumte Messi nach dem Abpfiff ein. „Wir wollten mit einem Sieg in das Turnier starten. Jetzt kommt Uruguay, das ebenbürtig und schwierig ist. Es sind zwei schwierige Spiele, um in die Copa América zu starten. Aber gut – jetzt müssen wir gegen Uruguay gewinnen.“

          Vor Beginn des Spiels im Olympiastadion Nilton Santos in Rio de Janeiro ehrte der südamerikanische Fußballverband Conmebol die argentinische Fußballlegende Diego Maradona mit einer audiovisuellen Show zu den Höhepunkten seiner Karriere. Der Weltmeister von 1986 war vor knapp sieben Monaten nach einer Gehirnoperation im Alter von nur 60 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben.

          Paraguay schlägt Bolivien

          In der zweiten Begegnung am Montag schlug Paraguay die Mannschaft aus Bolivien mit 3:1. Erwin Saavedra bracht Bolivien in der 10. Minute nach einem Handspiel per Elfmeter in Führung. Kaku glich in der 62. Minute für Paraguay aus. Ángel Romero erhöhte in der 65. und traf in der 80. Minute zum Endstand. Der Bolivianer Jaume Cuellar hatte kurz vor dem Halbzeitpfiff die Gelb-Rote Karte gesehen (45.+9).

          Nach einigen Querelen hatte die Copa América am Sonntag begonnen. Wenige Wochen vor Beginn des südamerikanischen Kontinentalturniers waren zunächst Kolumbien und dann Argentinien als Ausrichter abgesprungen. Daraufhin verlegte die Conmebol die Copa América nach Brasilien, was zu breiter Kritik führte. In dem Land haben sich fast 17,4 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 488.000 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 bisher gestorben.

          Am Montag bestätigte das brasilianische Gesundheitsministerium bereits 41 positive Covid-19-Fälle, 31 davon unter Spielern und im Betreuerstab, zehn weitere beim Dienstpersonal des Events. Nach Venezuela, Bolivien und Kolumbien ist nun auch Peru betroffen. Den positiv getesteten Konditionstrainer Nestor Bonillo ließ das am Montag angereiste Andenteam zu Hause.

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