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Copa America : Messi und Argentinien quälen sich ins Viertelfinale

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Endlich ein Sieg bei der Copa: Lionel Messi und Argentinien stehen im Viertelfinale. Bild: AFP

Mit dem ersten Sieg im dritten Spiel entgeht Argentinien doch noch einer Blamage bei der Copa America. Im Spiel gegen Gaststarter Qatar holen Messi und Co. glanzlos drei Punkte. Im Halbfinale könnte der große Klassiker warten.

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          Argentiniens Fußball-Nationalmannschaft ist nach dem Stotterstart bei der Copa America in Brasilien doch noch glanzlos ins Viertelfinale eingezogen. Die Mannschaft um Topstar Lionel Messi erreichte beim 2:0 (1:0) im letzten Gruppenspiel gegen Gaststarter Qatar den ersten Sieg und sicherte sich mit vier Punkten Platz zwei in der Gruppe B. In der Runde der letzten Acht treffen die Gauchos, für die in Porto Alegre Lautaro Martinez (4.) und Sergio Agüero (82.) erfolgreich waren, nun am Freitag auf Überraschungsteam Venezuela (21.00 Uhr bei DAZN). Im Halbfinale könnte es zum Klassiker gegen Brasilien kommen.

          Der Gruppensieg ging mit neun Punkten an Kolumbien, das beim 1:0 (1:0) gegen Paraguay den dritten Sieg im dritten Spiel feierte. Paraguay (2) kann nur noch als einer der beiden besten Gruppendritten die Runde der letzten Acht erreichen, wenn sich Japan und Ecuador am Montag in der Gruppe C unentschieden spielen. Schlusslicht Qatar (1) ist ausgeschieden. Für Kolumbien, das durch Gustavo Cuellar (31.) zum Siegtreffer kam, geht es im Viertelfinale gegen den Zweiten der C-Gruppe, also entweder Titelverteidiger Chile oder Uruguay, die sich am Montag im Spitzenspiel gegenüberstehen.

          Drei Tage nach der Nullnummer gegen Venezuela hatte sich Gastgeber Brasilien zuvor mit einer Gala den Gruppensieg gesichert. Die Seleção fertigte Peru in der Arena Corinthians von São Paulo mit 5:0 (3:0) ab und zog souverän in die K.o.-Runde ein. Brasilien gestaltete die Partie nach Belieben. Für das kurioseste Tor beim Schützenfest sorgte Liverpool-Star Roberto Firmino, der in der 19. Minute Perus Torhüter Pedro Gallese störte, als dieser den Ball nach einem Rückpass nach vorne schlagen wollte. Von Firminos Bein sprang der Ball über den Keeper an den Pfosten und wieder zurück ins Feld. Danach konnte Firmino locker verwandeln.

          Casemiro hatte den Torreigen in der zwölften Minute mit dem Kopf eröffnet, Everton versenkte den Ball in der 32. Minute von außerhalb des Strafraums mit einem flachen Schuss ins kurze Eck. Dani Alves (53.) und Willian (90.) sorgten mit ihren Treffern für den Endstand. „Sie waren uns von Anfang bis Ende überlegen“, räumte der peruanische Trainer Ricardo Gareca ein. „Nach einem solchen Ergebnis müssen viele Dinge neu konzipiert werden.“

          Venezuela schlug in Belo Horizonte die Nationalmannschaft Boliviens mit 3:1 (1:0) und zog als Gruppenzweiter ins Viertelfinale. Die Tore für die Venezolaner erzielten Darwin Machís (2., 55.) und Josef Martínez (86.), für Bolivien traf Leonel Justiniano (82.). „Wir haben uns den Respekt aller verdient“, sagte der venezolanische Stürmer Martínez. „Jetzt schreiten wir weiter voran. Wir denken nicht daran, wer unser nächster Gegner sein könnte. Wir denken nur an uns.“

          Brasilien schloss die Gruppenphase souverän als Tabellenführer mit sieben Punkten ab. Der nächste Gegner wird nach den Spielen der Gruppe C am Montag feststehen. Peru hat mit vier Punkten noch die Chance, sich als einer der zwei besten Gruppendritten für die K.o.-Runde zu qualifizieren. „Jetzt hängt es nicht mehr alleine von uns ab, wir müssen abwarten,“ sagte Perus Coach Gareca. „Das ist eine unangenehme Situation, wir hatten natürlich andere Erwartungen.“

          Titelverteidiger Chile stand nach dem zweiten Sieg mit 2:1 (1:1) über Ecuador vorzeitig als Teilnehmer am Viertelfinale fest. Alexis Sánchez von Manchester United hatte in der 51. Minute den Erfolg perfekt gemacht. In der kampfbetonten Partie verteilte der Schiedsrichter zwölf Gelbe Karten und stellte den Ecuadorianer Gabriel Achilier in der 89. Minute vom Platz. Grund war ein grobes Foul am früheren Bayern-Profi Arturo Vidal. Mit sechs Punkten führt Chile die Tabelle der Gruppe C vor Rekordmeister Uruguay (4 Punkte) an. Zum Abschluss der Gruppenphase treffen beide Teams im Kampf um den Gruppensieg am Montag in Rio aufeinander. Kolumbien war nach Siegen über Argentinien (2:0) und Qatar (1:0) in der Gruppe B schon vor dem Schluss-Spieltag nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen.

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