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Drei Tore aberkannt : Brasilien verzweifelt bei Videobeweis-Drama

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Eigentlich ein Fußballspiel und kein Ringkampf: Bei der Begegnung zwischen Brasilien und Venezuela bei der Copa América ging es dennoch ziemlich zur Sache. Bild: dpa

Bei der Südamerikameisterschaft findet die brasilianische Fußball-Nationalmannschaft kein Mittel gegen Venezuela. Am Ende jubelt nur der krasse Außenseiter, dem sogar die Fans der Seleção applaudieren.

          Gastgeber Brasilien ist nach drei durch Videobeweis aberkannten Toren bei der Südamerikameisterschaft im Fußball nicht über ein Unentschieden gegen den Außenseiter Venezuela hinausgekommen. Die Partie zwischen der Seleção und der Vinotinto in Salvador endete am Dienstagabend (Ortszeit) mit 0:0.

          Dreimal brachen die 42.587 Zuschauer in Tor-Jubel aus, doch nach Videobeweis erkannte der chilenische Schiedsrichter Julio Bascuñán die Treffer ab. In der ersten Szene war ein Foul von Liverpool-Star Firmino vorausgegangen, bei den „Treffern“ zwei und drei stand der frühere Hoffenheimer im Abseits. Extrem bitter war für die Gastgeber das dritte nicht gegebene Tor: In der 87. Minute traf Coutinho beim Torabschluss die Kniescheibe des im Abseits befindlichen Firmino.

          Trotz einiger guter Spielzüge war das Team von Nationaltrainer Tite immer wieder an der soliden venezolanischen Abwehr. Viele der Fans im Stadion Fonte Nova waren enttäuscht von der Leistung der Nationalelf, und einige Brasilianer feuerten am Ende sogar das venezolanische Team mit Olé-Rufen an.

          Peru ohne Probleme

          Zuvor hatte Perus Fußball-Nationalelf Bolivien mit 3:1 (1:1) besiegt. In der Partie im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro waren die Bolivianer zunächst in der 28. Minute durch einen Strafstoß von Marcelo Moreno in Führung gegangen. Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit gelang dem früheren Bundesligaprofi Paolo Guerrero in der 45. Minute der Ausgleich. Jefferson Farfán brachte die Peruaner in der 55. Minute in Führung. In der Nachspielzeit traf dann Édison Flores vor rund 26.000 Zuschauern zum 3:1-Endstand.

          „Das Wichtigste ist, dass die Mannschaft alles gegeben hat“, sagte Guerrero nach dem Abpfiff. „Ich glaube, wir hatten am Anfang gewisse Zweifel, und dann hat Bolivien den Elfmeter bekommen. Das hat uns sehr geärgert, und wir haben die Ruhe verloren. Aber Gott sei Dank habe ich das Tor gemacht, und das hat uns dann Ruhe gegeben.“

          Damit stehen in der Gruppe A nun Brasilien und Peru mit jeweils vier Punkten an der Spitze. Am Samstag trifft Brasilien zum Abschluss der Gruppenphase auf Peru, Bolivien tritt gegen Venezuela an.

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