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Copa América : Chile schafft es erst im Elfmeterschießen ins Halbfinale

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Gary Medel und Arturo Vidal (r.) jubeln über Chiles Einzug ins Halbfnale. Bild: EPA

Im Halbfinale der Copa América kommt es zum Traumduell zwischen den Fußball-Erzrivalen Brasilien und Argentinien. Die „Albiceleste“ besiegt Venezuela auch ohne Messi-Tore. Deutlich schwerer tut sich dagegen der Titelverteidiger.

          Chile hat bei der Südamerikameisterschaft Kolumbien geschlagen und damit ein Ticket für das Halbfinale der Copa América gelöst. Der Titelverteidiger gewann am Freitag in São Paulo das Viertelfinale nach Elfmeterschießen mit 5:4 (0:0). Der Kolumbianer William Tesillo vergab den letzten Elfmeter seines Teams; er schoss am linken Pfosten vorbei. Nach der regulären Spielzeit hatte es torlos 0:0 gestanden.

          Den Chilenen wurden allerdings gleich zwei Tore aberkannt. In der ersten Halbzeit kassierte der Schiedsrichter nach Videobeweis einen Treffer von Charles Aránguiz, weil bei der Vorbereitung des Tors Alexis Sánchez abseits gestanden haben soll. In der zweiten Hälfte annullierte der Schiedsrichter einen Treffer von Arturo Vidal wegen Handspiels von Guillermo Maripán. Chile trifft nun im zweiten Halbfinale am kommenden Mittwoch auf Uruguay oder Peru. Die beiden Teams tragen am Samstag das letzte Viertelfinale der Copa América aus.

          Hitze Partie in Rio de Janeiro

          Zuvor war der zweimalige Fußball-Weltmeister Argentinien bereits seiner Favoritenrolle im Viertelfinale der Copa América gerecht geworden und hatte das Traum-Halbfinale gegen Erzrivale Brasilien perfekt gemacht. Die Mannschaft um Superstar Lionel Messi bezwang Überraschungsteam Venezuela in Rio de Janeiro in einer hitzigen Partie verdient 2:0 (1:0). Im Superclassico gegen Gastgeber Brasilien kann Argentinien am Mittwoch (2.30 Uhr, live auf DAZN) zum dritten Mal in Serie ins Finale der Copa einziehen.

          Zufriedene Argentinier: Gemeinsamer Jubel nach dem 2:0 von Lo Celso (r.)

          Im legendären Maracanã-Stadion, wo Argentinien 2014 das WM-Finale gegen Deutschland verlor, brachte Lautaro Martinez die Elf von Trainer Lionel Scaloni mit einem sehenswerten Hackentor früh in Führung (10. Minute). Nach dem Wechsel sorgte Giovani Lo Celso (74.) nach einem Torwartfehler von Wuilker Farinez für die Entscheidung zugunsten des gegenüber den schwachen Vorrundenleistungen leicht verbesserten 14-maligen Copa-Siegers. Venezuela hielt über weite Strecken gut dagegen, entwickelte in der Offensive letztlich aber zu wenig Durchschlagskraft für den zweiten Halbfinaleinzug nach 2011.

          Das Team um den ehemaligen Hamburger Tomas Rincón konnte damit nicht an die starken Leistungen vom Remis gegen Brasilien in der Vorrunde und dem Testspielerfolg gegen Argentinien im März anknüpfen. Der fünfmalige Weltfußballer Messi hat nach dem Halbfinaleinzug bei seinem neunten Turnier weiterhin die Chance auf seinen ersten Titelgewinn mit der argentinischen Nationalmannschaft. Gastgeber Brasilien hatte zuvor durch ein 4:3 (0:0) im Elfmeterschießen gegen Paraguay die Vorschlussrunde der Südamerikameisterschaft erreicht.

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