https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/confed-cup-turbulentes-4-3-von-italien-gegen-japan-12237492.html

Confed-Cup : Turbulentes 4:3 von Italien gegen Japan

  • Aktualisiert am

Glückliche Italiener: Giovani, Marchisio und Balotelli feiern das 4:3 Bild: AP

Italien zieht neben Brasilien ins Halbfinale des Confed-Cups ein. Der EM-Zweite besiegt am Mittwochabend in Recife Japan im bislang aufregendsten Spiel des Turniers mit 4:3.

          1 Min.

          Im bislang aufregendsten Spiel des Confederations Cup hat Italien gegen glücklos kämpfende Japaner den vorzeitigen Einzug ins Halbfinale geschafft. Beim 4:3 (1:2) am Mittwochabend (Ortszeit) in Recife schaffte Italiens Fußball-Nationalmannschaft nach einem 0:2-Rückstand noch ein bemerkenswertes Comeback, siegte aber vor 40.425 begeistert mitgehenden Zuschauern am Ende glücklich.

          Im Duell zwischen Italien und Brasilien, das am Abend 2:0 gegen Mexiko gewann und nach zwei Siegen auch schon im Halbfinale steht, geht es nun am Samstag in Salvador nur noch um den ersten Platz in Gruppe A. Japan und Mexiko (beide null Punkte) sind vor ihrem Aufeinandertreffen bereits ausgeschieden.

          Die ganz stark beginnenden Japaner gingen in der turbulenten Partie durch Keisuke Honda (21./Foulelfmeter) und den überragend spielenden Ex-Dortmunder Shinji Kagawa (33.) mit 2:0 in Führung. Dann gelang den bis dahin lethargischen Italienern ein verblüffendes Comeback mit einem Kopfball von Daniele De Rossi (41.), einem unglücklichen Eigentor des Schalkers Atsuto Ushida (50.) und einem Handelfmeter, den Mario Balotelli sicher verwandelte (52.). Nach dem erneuten Ausgleich der Japaner durch den Stuttgarter Shinki Okazaki per Kopf (69.) sorgte der eingewechselte Sebastian Giovinco in der 86. Minute für die Entscheidung.

          Traurige Japaner: Gut gespielt, aber doch verloren
          Traurige Japaner: Gut gespielt, aber doch verloren : Bild: AP

          Zuvor hätte auch Japan das Siegtor erzielen können, aber Okazaki und Kagawa trafen nacheinander nur Pfosten bzw. Latte des italienischen Tores (82.). „Das ist kein normales Spiel für mich“, hatte Japans Trainer Alberto Zaccheroni vor der Kraftprobe mit seinen Landsleuten aus Italien gesagt. Normal war es wirklich nicht, was die Zuschauer in der WM-Arena Pernambuco zu sehen bekamen. Es war aufregend von der ersten bis zur letzten Minute, Japan war der unverdiente Verlierer.

          Auch die drei Bundesliga-Profis in Japans Startelf spielten wichtige Rollen: Makoto Hasebe (VfL Wolfsburg) verursachte den Handelfmeter, der aber keiner war. Der Schalker Ushida traf ins eigene Tor und der Stuttgarter Okazaki verpasste nach seinem 3:3 das verdiente 4:3 für Japan ganz knapp.

          Italien - Japan 4:3 (1:2)

          Italien: Buffon - Maggio (59. Abate), Barzagli, Chiellini, De Sciglio - Aquilani (30. Giovinco), De Rossi, Pirlo, Montolivo - Balotelli, Giaccherini (68. Marchisio)
          Japan: Kawashima - Uchida (73. Hiroki Sakai), Yoshida, Konno, Nagatomo - Hasebe (90.+2 Nakamura), Endo - Okazaki, Honda, Kagawa - Maeda (79. Havenaar)
          Schiedsrichter: Abal (Argentinien)
          Zuschauer: 40 489
          Tore: 0:1 Honda (21./Foulelfmeter), 0:2 Kagawa (33.), 1:2 De Rossi (41.), 2:2 Uchida (50./Eigentor), 3:2 Balotelli (52./Handelfmeter), 3:3 Okazaki (69.), 4:3 Giovinco (86.)
          Gelbe Karten: Buffon, De Rossi / Hasebe, Konno

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Vieles bleibt geheim:das Gefangenenlager Urumqi Nummer 3 in Dabancheng in der westchinesischen autonomen Region Xinjiang im April 2021

          Keine Debatte über Xinjiang : Da klatscht China Beifall

          Eine Niederlage für den Westen: Im UN-Menschenrechtsrat verhindern Pekings Freunde eine Debatte über den Xinjiang-Bericht. Sogar Kiew verhält sich anders als vom Westen erwartet.
          Wahllokal im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg bei der fehlerhaften Wahl am 26. September 2021

          Berliner Wahlchaos : Ein Grund zum Schämen

          Der Verfassungsgerichtshof hält eine vollständige Wiederholung der Wahl in Berlin für nötig. Die Ampel hingegen will nur minimale Neuwahlen. Das ist allein politisch motiviert und schadet der Demokratie.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.