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Champions League : Deutsches Duell ist möglich

  • Aktualisiert am

Freie Partnerwahl: Die Viertelfinal-Auslosung ist ohne Beschränkung Bild: AFP

Heute Mittag werden die Viertelfinalspiele in der Champions League ermittelt. Nachdem es in der ersten K.o.-Runde noch Beschränkungen gab, wird nun frei ausgelost. Eine Neuauflage des Vorjahresendspiels ist also möglich.

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          Wer kennt sie nicht, die Auslosungen, die gar keine wirklichen Auslosungen sind, weil wegen diverser Einschränkungen dann doch ein Team einem anderen Gegner oder einer anderen Gruppe zugeschoben wird. Zuletzt erlebten wir dieses Phänomen bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die EM 2016. Gibraltar wurde eigentlich Spanien als Gegner zugelost, diese Partie ist aber wegen politischer Diskrepanzen nicht möglich. Also wurde Gibraltar flugs zum Gegner der deutschen Nationalmannschaft.

          In der Champions League gibt es noch viel mehr Beschränkungen des freien Grenzverkehrs im europäischen Fußball: In den Vorrundengruppen gibt es zum einen vier Lostöpfe gemäß einer Rangliste der Klubs nach ihren Uefa-Koeffizienten. Zudem werden Spiele zwischen Teams aus einem Land vermieden. Im Achtelfinale gilt letzteres ebenfalls. Zudem werden die Gruppensieger und die -zweiten in zwei verschiedene Töpfe eingeteilt, sodass jeweils ein Gruppensieger gegen einen Gruppenzweiten spielt. Eine zusätzliche Einschränkung besagt, dass keine zwei Teams aufeinandertreffen dürfen, die sich bereits in der Vorrunde gegenüberstanden.

          Freie Partnerwahl

          Am Freitag von 12.00 Uhr an (live in Eurosport) gelten nun am Uefa-Sitz in Nyon all diese Sonderregeln nicht mehr: Es sind nun, da erstmals alle acht Gruppensieger aus der Vorrunde in die Runde der letzten acht durchmarschiert sind, im wohl prominentest besetzten Viertelfinale der Champions-League-Geschichte also auch Duelle zweier Teams aus einem Land möglich, mithin also auch die Neuauflage des deutschen Finals aus dem Vorjahr zwischen Titelverteidiger Bayern München und Borussia Dortmund oder aber auch ein europäischer Clásico zwischen Real Madrid und Barcelona.

          Auszuschließen wären diese Begegnungen nur dann, wenn man Verschwörungstheoretikern Glauben schenkt: Im Vorjahr hatte der ehemalige Schiedsrichter Ahmet Cakar nach der Viertelfinalauslosung der Verdacht geäußert, dass durch magnetische Kugeln das Ziehen unliebsamer Duelle verhindert worden sei. Die Uefa habe somit verhindern wollen, dass einer der wirtschaftlich attraktivsten Top-Klubs vorzeitig die Siegel hätte streichen müssen.

          Ähnliche Verdächtigungen wurden geäußert, nachdem Argentinien bei der Auslosung der WM-Gruppen eine vermeintlich einfache Gruppe bekam. Wenn sich Bayern, Dortmund, Barcelona und Real Madrid auf magische Weise wie im Vorjahr in vier verschiedenen Viertelfinals aus dem Weg gehen sollten, werden wir Herrn Cakar zu erreichen  versuchen. Versprochen!

          Champions League-Viertelfinale

          Im Lostopf fürs Viertelfinale:

          Aus Primera División:
          Atlético Madrid
          Real Madrid
          FC Barcelona

          Aus Bundesliga:
          Bayern München
          Borussia Dortmund

          Aus Premier League:
          FC Chelsea London
          Manchester United

          Aus Ligue 1:
          Paris St. Germain

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