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Champions-League-Auslosung : Dortmund, Schalke und Bayer erwarten Kracher

  • Aktualisiert am

Die Kugeln, die die Fußballwelt bedeuten Bild: dpa

Vor der Champions-League-Auslosung rutschen Dortmund, Schalke und Leverkusen in der Setzliste ab. Nun warten harte Gegner. Dem BVB etwa droht eine Gruppe mit Real Madrid, Liverpool und Monaco.

          2 Min.

          Einem deutschen Trio um Borussia Dortmund droht abermals eine Hammergruppe, Meister FC Bayern München bleiben die ganz großen Brocken vorerst erspart. Wenn an diesem Donnerstag (17.45 Uhr) die Créme de la Créme des europäischen Fußballs im Fürstentum Monaco zur Auslosung der acht Champions-League-Gruppen zusammenkommt, muss neben Bayer Leverkusen und dem FC Schalke 04 auch der BVB wie im vergangenen Jahr mit anspruchsvollen Aufgaben rechnen. Kommt es für die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp ganz dick, könnten die Gruppengegner diesmal Titelverteidiger Real Madrid, der FC Liverpool und Frankreichs Vizemeister AS Monaco heißen.

          Egal ob Hochkaräter oder nicht - die vier deutschen Teilnehmer haben durch das Erreichen der Königsklasse Einnahmen von gut 20 Millionen Euro sicher. Schließlich kommen neben dem Antrittsgeld von 8,6 Millionen Euro noch Einnahmen aus dem sogenannten Marktpool und dem Ticketverkauf hinzu.

          Kein Wunder, dass Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler schon vor der souveränen Qualifikation im Playoff-Rückspiel am Mittwochabend den Showdown gegen den FC Kopenhagen als „wichtigstes Spiel der Vorrunde“ bezeichnete. Während Dortmund und Schalke zumindest in Topf zwei sind, drohen dem Werksklub im dritten Topf noch größere Brocken. „Wir freuen uns riesig, dass wir es geschafft haben“, sagte Torjäger Stefan Kießling im ZDF dennoch.

          Ein wenig entspannter können die Münchner nach Monaco reisen. Nach drei Endspiel-Teilnahmen in den vergangenen fünf Jahren befinden sich die Bayern mit dem besten deutschen Uefa-Koeffizienten neben den europäischen Schwergewichten wie Real und Atletico Madrid sowie dem FC Barcelona und dem FC Chelsea standesgemäß im ersten Topf. „Ich weiß, wie wichtig für den Verein die Champions League ist“, sagte Trainer Pep Guardiola.

          „Wir brauchen zehn Jahre Kontinuität“

          Noch wichtiger ist die regelmäßige Teilnahme an dem Millionen-Wettbewerb für die Dortmunder. Um dem großen Konkurrenten aus München dauerhaft die Stirn bieten und Stars wie Marco Reus langfristig binden zu können, sind sie auf das Geld der Königsklasse angewiesen. „Wir brauchen zehn Jahre Kontinuität in der Champions League, um uns im europäischen Geschäft nachhaltig zu etablieren und allmählich näher an die großen Klubs heranzurücken“, sagte BVB-Chef Hans-Joachim Watzke in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Doch auch in diesem Jahr droht schon der Weg ins Achtelfinale steinig zu werden. Der BVB hat es bei seiner vierten Teilnahme hintereinander zwar in den zweiten Topf geschafft. Doch es drohen wie in den vergangenen Jahren schwere Gegner. In der vergangenen Saison bekam es die Mannschaft von Jürgen Klopp mit dem FC Arsenal, SSC Neapel und Olympique Marseille zu tun. In der Saison davor hießen die Gegner Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam.

          Abermaliges Lospech würde es dem Revierclub schwer machen, sich zusätzlich jeweils eine Million Euro zu sichern, die es für jeden Sieg in der Gruppenphase von der Uefa gibt. Trotz schwerer Gegner gelang dem BVB dieses Kunststück aber bereits in den Vorjahren, in denen der Klub mindestens das Viertelfinale erreichte. Den Sprung unter die letzten acht Teams würden auch die Schalker gerne schaffen, die sich erstmals in ihrer Vereinsgeschichte zum dritten Mal hintereinander für die Gruppenphase qualifiziert haben.

          Ungeachtet der möglichen Gegner blickt Trainer Jens Keller der Auslosung gelassen entgegen. „Unsere Fans können sich schon jetzt auf attraktive Gegner freuen“, sagte der Coach. Ein Dauergast der Königsklasse ist diesmal aber nicht vertreten. Der auch unter Louis van Gaal kriselnde englische Rekordmeister Manchester United hatte sich in der vergangenen Saison nicht einmal für die Europa League qualifiziert.

          Maximal 37,4 Millionen Euro für den Sieger

          Trotz der gespannten Blicke auf die Lostrommeln dürfen sich die Verantwortlichen aller 32 Teilnehmer bereits vor der Auslosung über einen millionenschweren Geldregen freuen. 8,6 Millionen Euro gibt es als Antrittsprämie. Beim Erreichen von Achtelfinale (3,5 Millionen Euro), Viertelfinale (3,9) und Halbfinale (4,9) werden weitere Gelder ausgeschüttet. Der Sieger des Endspiels sichert sich 10,5 Millionen Euro, der Finalist 6,5 Millionen. Maximal kann der Gewinner der Königsklasse damit 37,4 Millionen Euro an Prämien einstreichen.

          Die Uefa-Setzliste und Töpfe im Überblick

          1. Real Madrid 161,542
          2. FC Barcelona 157,542
          3. FC Bayern München 154,328
          4. FC Chelsea 140,949
          5. Benfica Lissabon 129,459
          6. Atlético Madrid 119,542
          7. FC Arsenal 112,949
          8. FC Porto 105,459
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          9. FC Schalke 04 95,328
          10. Borussia Dortmund 82,328

          11. Juventus Turin 80,387
          12. Paris Saint-Germain 80,300
          13. Schachtjor Donezk 78,193
          14. FC Basel 75,645
          15. Zenit St. Petersburg 73,899
          16. Manchester City 72,949
          ---------------------------------
          17. Bayer Leverkusen 70,328
          18. Olympiakos Piräus 67,720
          19. ZSKA Moskau 66,899
          20. Ajax Amsterdam 61,862
          21. FC Liverpool 58,949
          22. Sporting Lissabon 58,459
          23. Galatasaray Istanbul 55,340
          24. Athletic Bilbao 54,542
          --------------------------------
          25. RSC Anderlecht 50,260
          26. AS Rom 39,887
          27. APOEL Nikosia 37,650
          28. BATE Borissow 33,725
          29. Ludogorets Razgrad 18,125
          30. NK Maribor 16,200
          31. AS Monaco 11,300
          32. Malmö FF 6,265

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