https://www.faz.net/-gtl-vya2

Chronologie : Todesopfer im italienischen Fußball

  • Aktualisiert am

Das Opfer: Lazio-Fan Gabriele Sandri Bild: AFP

Der 26-jährige Fußball-Fan Gabriele Sandri wurde am Sonntag durch die Kugel aus der Dienstwaffe eines Polizisten getötet. Im italienischen Fußball kommt es immer wieder zu tödlichen Auseinandersetzungen.

          2 Min.

          Der 28-jährige Gabriele Sandri, Anhänger des italienischen Fußball-Erstligisten Lazio Rom, wurde am Sonntag auf einer Autobahnraststätte in der Nähe von Arezzo durch die Kugel aus der Dienstwaffe eines Polizisten getötet. Es folgten landesweit Krawalle.

          Die Liste der Todesopfer im italienischen Fußball:

          28. April 1962: Fan Gaetano Plaitano kommt bei Ausschreitungen mit der Polizei ums Leben, 57 Personen werden verletzt, als es beim Drittligaspiel zwischen Salerno und Potenza zu Krawallen von rivalisierenden Hooligans kommt. Die Ausschreitungen hatten begonnen, nachdem der Schiedsrichter einen Elfmeter zu Gunsten von Potenza nicht gegeben hatte.

          28. Oktober 1979: Lazio-Fan Vincenzo Paparelli (33) wird von einem explodierenden Feuerwerkskörper getötet, den Anhänger des Lokalrivalen AS Rom bei Derby geworfen hatten.

          22. März 1982: Roma-Fan Andrea Vitone (14) kam bei einem Feuer in einem Zug ums Leben, der von Anhängern des AS Rom nach einer Niederlage in Bologna in Brand gesteckt wurde.

          8. Februar 1984: Nach Ausschreitungen beim Duell zwischen Udine und Triest wird Sandro Furlan festgenommen und verhört. Er wird zwar später freigelassen, fällt allerdings anschließend ins Koma und stirbt drei Wochen später.

          30. September 1984: Milan-Anhänger Marco Fonghessi stirbt nach einem Messerstich ins Herz, den er von einem anderen Milan-Fan erhalten hatte. Der Täter hatte geglaubt, einen Cremonese-Anhänger vor sich zu haben.

          7. Dezember 1986: Sambenedettes Anhänger Giuseppe Tomasetti stirbt nach einem Messerstich.

          9. Oktober 1988: Ascoli-Fan Nazzareno Filippini stirbt an den Folgen von Schlägen, die ihm Anhänger von Inter Mailand zugefügt hatten.

          29. Januar 1995: Genua-Anhänger Vincenzo Spagnolo (25) stirbt an den Folgen eines Messerstichs, den ihm ein Milan-Fan außerhalb des Marassi-Stadions von Genua zugefügt hatte. Das Spiel wurde zur Halbzeit beendet, nachdem sich die Spieler beider Teams für einen Abbruch ausgesprochen hatten.
          17. Juni 2001: Messina-Fan Antonio Curro stirbt durch eine selbstgebastelte Bombe, die im sizilianischen Derby gegen Catania explodiert war.

          20. September 2003: Neapel-Anhänger Sergio Ercolano (20) stirbt an den Folgen eines Sturzes von der Tribüne nach Ausschreitungen auf den Rängen im Duell gegen Avellino.

          27. Januar 2007: Ermanno Licursi, der Klub-Manager des Amateurklubs Sammartinese, erliegt seinen Hirnverletzungen, die er bei Fan-Schlägereien erlitten hatte. Der 40-Jährige hatte versucht, die streitenden Parteien zu trennen.

          2. Februar 2007: Der Polizist Filippo Raciti (38) stirbt durch einen Steinwurf. Der Stein trifft Raciti beim sizilianischen Derby zwischen Catania Calcio und US Palermo am Kopf. Der Ordnungshüter stirbt auf Grund von inneren Blutungen.

          11. November 2007: Der 28-jährige Gabriele Sandri, Anhänger des Erstligisten Lazio Rom, wird auf einer Autobahnraststätte in der Nähe von Arezzo durch die Kugel aus der Dienstwaffe eines Polizisten getötet. Daraufhin kommt es in vielen großen Städten in ganz Italien zu Demonstrationen, die von teilweise schweren Krawallen begleitet waren.

          Weitere Themen

          „Das ist eine dümmliche Aussage“

          Diskussion um Fall Kimmich : „Das ist eine dümmliche Aussage“

          Die „Bedenken“ von Joshua Kimmich gegen die Corona-Impfung sorgen für Debatten. So auch in Frankfurt. Daniel Cohn-Bendit empört sich über den Nationalspieler. Auch andere üben Kritik an Kimmich.

          Topmeldungen

          Gedenken an die 2018 ermordete Holocaust-Überlebende Mireille Knoll in Paris vor deren Wohnung in Paris

          Mord an Mireille Knoll : „Weil sie eine Jüdin war“

          Der Mord an der Holocaust-Überlebenden Mireille Knoll hat Frankreich tief erschüttert. Seit Donnerstag muss sich der mutmaßliche Haupttäter, ein junger Mann algerischer Herkunft, dafür vor Gericht verantworten.
          Der britische Fischkutter „Cornelis Gert Jan“ im Hafen von Le Havre. Französische Behörden haben ihn wegen Fehlens einer gültigen Lizenz festgesetzt.

          Britischer Kutter festgesetzt : „Es ist kein Krieg, aber ein Kampf“

          Frankreich hat einen britischen Fischkutter in Le Havre festgesetzt, weil er keine gültige Lizenz hatte. London verstehe nur die Sprache der Härte. Die britische Seite kündigt Vergeltungsmaßnahmen an.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.