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Englischer Ligapokal : City gewinnt, Chelsea-Torhüter Kepa verweigert Auswechslung

  • Aktualisiert am

Chelseas Torwart Kepa beim Elfmeterschießen: Wäre es nach seinem Trainer Maurizio Sarri gegangen, hätte er daran nicht teilgenommen. Bild: Reuters

Willy Caballero, Chelseas Ersatztorhüter, stand bereits zur Einwechselung bereit, doch Kepa Arrizabalaga wollte unbedingt am Elfmeterschießen teilnehmen – und wurde dann zur tragischen Figur. Manchester City ist Pokalsieger.

          Manchester City hat den ersten von vier möglichen Titeln in der Fußballsaison gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola setzte sich im Ligapokal-Finale gegen den FC Chelsea mit 4:3 im Elfmeterschießen durch. Raheem Sterling verwandelte im Londoner Wembley-Stadion den entscheidenden Schuss. Nach der regulären Spielzeit hatte es 0:0 gestanden.

          Man City trat zunächst ohne die deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan und Leroy Sané an, die erst in der Schlussphase eingewechselt wurden. Chelsea, das vor zwei Wochen in der Premier League mit 0:6 bei Man City untergegangen war, agierte lange sehr defensiv und wurde erst im Laufe der zweiten Hälfte mutiger.

          Die beste Chance für die Blues hatte Pedro in der 75. Minute. Doch anstatt selbst zu schießen, versuchte der Spanier erfolglos noch einmal zurück zu Eden Hazard zu passen. Zuvor hatte Man City in der 56. Minute nur kurz gejubelt. Ein Tor von Sergio Agüero wurde wegen Abseits nicht gegeben. Der Videoassistent bestätigte die Entscheidung. In der Nachspielzeit verpasste Willian das Siegtor für Chelsea, Ederson parierte den Freistoß seines brasilianischen Landsmannes glänzend. Auch die Verlängerung verstrich ohne große Höhepunkte.

          In der Schlussphase kam es bei Chelsea zum Eklat. Trainer Maurizio Sarri wollte Torwart Kepa vom Platz nehmen und dafür Willy Caballero einwechseln, der im Ligapokal-Finale 2016 – damals noch im Tor von Man City – drei Elfmeter gehalten hatte. Doch Kepa, der während der Partie Oberschenkelprobleme beklagte, verweigerte den Wechsel, und Sarri tobte an der Trainerbank, ließ seinen Spieler aber letztlich gewähren. Vor dem Elfmeterschießen musste Verteidiger Antonio Rüdiger, der nach seinem Triumph im FA Cup im vergangenen Jahr seinen zweiten Pokalsieg verpasste, den Coach zurückhalten.

          Im Elfmeterschießen wurde Kepa dann zur tragischen Figur. Den Schuss von Sergio Aguero ließ er unter seinem Bauch hindurch. Für City verschoss dagegen Sané, während Gündogan traf. Bei Chelsea hatten Jorginho und David Luiz nicht getroffen.

          Wie es nun für den italienischen Trainer weiter geht, ist unklar. In englischen Medien war von einem „Endspiel“ für Sarri die Rede. Der Eklat um seinen Keeper Kepa dürfte die Diskussionen über sein vorzeitiges Ende nicht gerade leiser werden lassen.

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