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Entsetzen in England : Chelsea-Fans beleidigen Salah rassistisch

  • Aktualisiert am

Im Zentrum rassistischer Anfeindungen von Chelsea-Fans: Mohamed Salah vom FC Liverpool Bild: Reuters

Anhänger des englischen Fußballklubs sorgen wieder mit diskriminierenden Äußerungen für Aufregung. Doch diesmal konnten die Täter identifiziert werden. Und sie sind offenbar daran gehindert worden, ein Stadion zu betreten.

          Fans des FC Chelsea haben mit rassistischen Entgleisungen abermals für Entsetzen im englischen Fußball gesorgt. Das Sicherheitsteam des Londoner Klubs identifizierte laut Medienberichten drei Anhänger aus einem Internetvideo, in dem der ägyptische Stürmer Mohamed Salah von Jürgen Klopps Klub FC Liverpool beleidigt wird. Die Chelsea-Fans sollen daraufhin daran gehindert worden sein, am Donnerstagabend das Europa-League-Hinspiel bei Slavia Prag (1:0) zu besuchen. An der Identitätsfeststellung von drei weiteren Personen werde gearbeitet.

          Chelsea verurteilte das „abscheulich diskriminierende Verhalten“ seiner Anhänger in einer Stellungnahme: „Solche Personen sind eine Peinlichkeit für die große Mehrheit der Anhänger von Chelsea, die sie in ihrem Klub nicht tolerieren werden.“ Sollten „eindeutige Beweise dafür vorliegen, dass Inhaber von Chelsea-Dauerkarten oder Mitglieder in ein solches Verhalten verwickelt sind, werden wir die stärksten Maßnahmen gegen sie ergreifen.“ Salah wechselte 2014 zu Chelsea, setzte sich bei den Blues aber nicht durch und wurde vor seinem Wechsel nach Liverpool an den AC Florenz und den AS Rom ausgeliehen.

          Im Dezember hatte der Verein des deutschen Nationalspielers Antonio Rüdiger gegen vier Personen Stadionverbote verhängt, nachdem diese Raheem Sterling (Manchester City) rassistisch beleidigt hatten. Liverpool reagiert geschockt auf das Internet-Video. Es zeige „abscheuliche diskriminierende Gesänge“ und sei „gefährlich und verstörend“. Klopp forderte Sanktionen gegen die Täter: „Wir müssen dafür sorgen, dass diese Dinge richtig bestraft werden. Diese Leute sollten kein Fußballspiel mehr im Stadion sehen dürfen“, sagte der 51-Jährige. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Fälle von diskriminierendem Verhalten im englischen Fußball.

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