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Nach Eklat in England : Chelsea äußert sich zur Zukunft von Skandal-Torhüter Kepa

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Nach einem Spiel Pause soll er wieder zwischen den Pfosten stehen: Chelseas Torhüter Kepa Arrizabalaga. Bild: AP

Nach der verweigerten Auswechslung und dem damit ausgelösten Eklat im englischen Fußball zieht Trainer Sarri offenbar einen Schlussstrich. Doch alle Fragen sind noch nicht beantwortet.

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          Teammanager Maurizio Sarri vom englischen Fußball-Spitzenklub FC Chelsea will trotz des Skandals um dessen verweigerte Auswechslung auch künftig auf Torhüter Kepa Arrizabalaga setzen. Auf die Frage, ob der Spanier nach dem Vorfall seine Nummer eins bleibe, antwortete Sarri: „Natürlich. Kepa hat einen großen Fehler gemacht, aber er hat gegenüber dem Klub und gegenüber der Mannschaft seine Strafe gezahlt.“

          Im Topspiel am Mittwochabend gegen Tottenham Hotspur (2:0) hatte Sarri Kepa auf die Bank gesetzt. Stattdessen spielte der Argentinier Willy Caballero (37). Trotzdem forderte Sarri anschließend: „Wir müssen jetzt aufhören. Ab Morgen ist er wieder bei uns.“

          Der italienische Coach kündigte an, den 24-Jährigen spätestens im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League am kommenden Donnerstag gegen Dynamo Kiew wieder einsetzen zu wollen. Am Sonntag muss Chelsea in der Liga beim FC Fulham antreten. „Ich weiß nicht, ob er im nächsten Spiel wieder auf dem Feld steht, aber in einem der nächsten beiden mit Sicherheit“, sagte Sarri.

          Chelsea hatte Kepa nach dem Vorfall im Ligapokal-Finale gegen Manchester City (3:4 i.E.) mit einer Geldstrafe von einem Wochengehalt belegt. Das verkündeten die Blues am Dienstag. Englischen Medienberichten zufolge beläuft sich die Strafe damit auf etwa 220.000 Euro. Das Geld komme einer Stiftung des Klubs zugute, hieß es weiter.

          Sarri hatte Kepa im Spiel am vergangenen Sonntag kurz vor dem Elfmeterschießen auswechseln wollen, nachdem der Spanier behandelt worden war. Kepa weigerte sich jedoch beharrlich, weshalb Sarri ausflippte und sogar von Nationalspieler Antonio Rüdiger zurückgehalten werden musste. Nach dem Spiel bezeichnete Sarri den Vorfall als „Missverständnis“. Wie sich der Vorfall nun weiter auf das Verhältnis des angezählten Trainers und den Klub auswirkt, bleibt offen. Sarri steht in London wegen der bislang nur selten überzeugenden Leistungen und Ergebnisse in der Kritik.

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